Full text : Die Theorie des Geldes

108

Capitel  V.

seils  von  dem  jeweiligen  Stande  der  Preise,  d.  h.  der
vergleichsweise  grösseren  oder  geringeren  Wohlfeilheit
der  Waaren  an  dem  betreffenden  Ort  und  zu  der  betreffenden ­
  Zeit,  ab.  Und  die  vorhandene  oder  im  Umlaufe ­
  belindliche  Menge  an  Geld  bildet  höchstens  die
Grenze,  über  welche  die  Nachfrage  nach  Waaren
nicht  hinausgehen  kann  (und  auch  dies  natürlich  nur
unter  der  Voraussetzung,  dass  kein  Credit  gewährt
wird,  sondern  Alles,  was  gekauft  wird,  sofort  haar  bezahlt ­
  werden  muss),  ohne  dass  jedoch  innerhalb  dieser
Grenze  oder  dieses  Spielraumes  die  Nachfrage  nach
Waaren  immer  mit  der  Menge  des  vorhandenen  oder
im  Umlauf  befindlichen  Geldes  gleichen  Schritt  halten
müsste:  Es  kann  die  Menge  des  Geldes  zunehmen,  ohne
dass  darum  auch  schon  die  Nachfrage  nach  Waaren
in  gleichem  Maasse  oder  Verhältniss  wächst,  und  es
kann  umgekehrt  die  Menge  des  Geldes  abnehmen,  ohne
(lass  darum  auch  schon  die  Nachfrage  nach  W  aaren  einen
entsprechenden  Rückgang  zu  erfahren  braucht.
Oder  drücken  wir  die  Sache  noch  anders  aus:
Wenn  auch  ohne  Zweifel  alles  Geld  nur  dazu  da  ist,
um  ausgegeben  zu  werden,  oder  die  Geneigtheit  G(üd
auszugeben  im  Allgemeinen  oder  in  abstracto  betrachtet ­
  auch  eine  ganz  unbedingte  und  uneingeschränkte ­
  ist,  so  ist  man  doch  in  jedem  einzelnen  Falle
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.