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Geldmenge und Waarcnpreise.
land im Werthe gesunken gewesen wäre, oder tiefer
gestanden hätte, als auf dem Continent, sondern viel
mehr, wie schon Tooke®’) nachgewiesen hat, nur
einerseits in den damaligen beträchtlichen Ausgaben der
englischen Regierung für Kriegszwecke (die Ausgaben
für den Unterhalt von Heer und Flotte und für Sub
sidien an fremde Mächte betrugen in jenen Jahren zu
sammengenommen 32 Mill. £), und in aussergewöhn-
lichen, durch wiederholte Missernten hervorgerufenen,
(¡etreideimj)orten (in jenen Jahren impertirte England für
10 Mill. £ Getreide) und andererseits in der Schwierig
keit oder Unmöglichkeit, angesichts der iXapoleonischen
Conlinentalsperre, Fabrikate oder Colonialwaaren nach
dem Continente zu remittiren ®^). Allerdings ist, das
61) Vgl. Tooke, Geschichte der Preise, 1. p. 164. u. p. 598
bis 602.
62) Vgl. James Deacon Hume 1834 (bei Tooke, Ge
schichte d. Preise, I. p. 600 ff.): ,,/>«#, woran ich erinnern muss,
sind die Schleuderpreise unserer Manufuclur- und Cohnialwnaren
wahrend der letzten sechs Jahre des Kriep's, in Folge des gegen
England angewendeten Continentalsystems. — ln allen den H aaren,
von denen wir licberjluss hatten, standen die auswärtigen Preise so
sehr viel höher als die unsrigen, dass, wenn wir sie nur zur Hälfte
annehmen,^ sie doch dem Exporteur einen ausserordentlich grossen He-
ivinn gebracht haben würden. — So z. H. waren die Preise von
Zucker und ( aßee auf dem Festlunde, in Gold berechnet, 4—5 mal
höher, als in England in lianknoten berechnet. Ich rede von den