Object : Comparison of rates of duty in the Tariff Act of 1930 and in the Tariff Act of 1922

Eisen

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Eisen

eigneten  Roheisens  ist  ferner  ein  hinreichender
Mangangehalt.  Wo  dieser  fehlt,  muß  man  die
Zuflucht  zu  Manganerzen  nehmen,  die  aber  allmählich ­
  knapp  zu  werden  anfangen.  Schließlich
ist  noch  die  Art  des  Zuschlages  von  den  beglei-,
  tenden  Gesteinsarten  abhängig,  d—  Die  meisten
Eisenerze  werden  im  natürlichen  Zustande  verjj
  schmolzen,  doch  ist  es  bei  Spateisenstein  vorzuziehen, ­
  denselben  erst  zu  rösten,  um  die  Kohlensäure ­
  z(i  verjagen  und  auch  einen  etwa  vorhande-'
  nen  Schwefelgehalt  zu  vermindern.  Auch  sind
vielfach  Versuche  gemacht  worden,  solche  Vorkommen ­
  von  Eisenerzen,  welche  wie  im  Rothegenden ­
  nur  12—i3°/o  Eisen  enthalten  und
deshalb  zur  direkten  Verhüttung  im  Hochofen  zu
eisenarm  sind,  durch  geeignete  Mittel  (magneti-!
  sehe  Aufbereitung,  Waschverfahren)  in  Gangart
und  Eisenerz  zu  trennen,  doch  bietet  die  technische
Durchführung  manche  Schwierigkeiten.  Die  Zusammensetzung ­
  des  weißen  Roheisens  wird  in
|  der  Regel  von  Ausschlag  sein  für  die  Wahl  des
Prozesses,  durch  welchen  daraus  Schmiedeeisen
oder  Stahl  erzeugt  werden  soll.  Die  Umwandlung
|  in  Schweißschmiedeeisen  erfolgt  entweder
im  Herd  oder  im  Puddelofen  (Herdfrischen  bzw.
Puddelfrischen  oder  Puddeln).  Bei  dem  Herdfrischen ­
  wird  das  Roheisen  mit  Holzkohlen-  oder
Holzfeuer  unter  scharfem  Gebläsewind  nieder-Seschmolzen,
  wobei  ein  Teil  des  Eisens  sich
oxydiert  und  der  Kohlenstoff  nach  und  nach
verbrennt  und  schließlich  ein  Klumpen  (Luppe)
Schmiedeeisen  von  teigartiger  Beschaffenheit  entgeht, ­
  den  rhan  sofort  unter  Hämmern  zur  Verrichtung ­
  und  Entfernung  der  Schlacke  zu  Stangen ­
  oder  Schienen  ausschmiedet.  Das  durch
I  Herdfrischen  erzeugte  E.  ist  hart,  körnig,  zähe
l| nd  dicht,  letzteres  namentlich,  weil  es  mit  wenig
Schlacke  in  Berührung  kam.  Es  erfordert  aber
e m.  sehr  reines  Roheisen,  weil  bei  dem  Prozeß
Namentlich  Phosphor  und  Schwefel  nur  zu  ganz
geringen  Teilen  ausscheiden.  Auch  kann  man
durch  Herdfrischen  nur  kleine  Eisenmengen  ge-"onnen,
  und  die  Herstellungskosten  fallen  des
teuren  Brennmaterials  wegen  ebenfalls  hoch  aus.
J vus  diesen  Gründen  ist  an  den  meisten  Orten
s chon  seit  langer  Zeit  das  Puddeln  oder  Fl  ammenfrisclven
  betrieben  worden,  wobei  die  Verwendung ­
  '  geringwertiger  Brennmaterialien  und
dje  Erzeugung  größerer  Massen  E.,  allerdings
d'cht  von  gleicher  Güte,  möglich  ist.  Das  Rohren, ­
  das,  wenn  nötig,  zuvor  gefeint  ist,  wird  in
e metn  mit  flacher  muldenförmiger  Vertiefung
Vßfsehenen  Offen  eingeschmolzen  und  mit  viel
cisenoxydoxydulhaltiger  Schlacke  bedeckt.  Der
Sauerstoff  der  letzteren  verbrennt  den  Kohlens
 toff  rj es  Roheisens,  doch  ist  beständiges  Umr
 ahren  der  geschmolzenen  Masse  mittels  mechadischer
  Rührvorrichtungen  (Puddelmaschinen)
öf  r  beweglicher  Herde  (mechanische  Puddcl-„
 te n)  notwendig.  Statt  der  früher  benutzten
„feinkohlen  wendet  man  jetzt  Leuchtgas  oder
le mens'  Regenerativgas  an,  in  Amerika  auch
etroleum  oder  selbst  das  Gas  aus  den  Petroeumqueiiejj
  '  Das  E.  ballt  sich  allmählich  zu
einen  Brocken  und  Körnern  zusammen,  die
an  durch  Rollen  und  Walzen  zu  größeren  Lup-^ert
  von  schwammartigem  Aussehen  vereinigt,
|A r auf  so f ort  un t er  besonderen  Maschinen  oder
afnpfhämmern  zur  Entfernung  der  reichlich

vorhandenen  Schlacke  verdichtet  und  unter  Walzen ­
  zu  Rohschienen  ausreckt.  Die  erpuddelten
Rohschienen  sind  nie  so  dicht  und  ganz  und
schlackenfrei  als  die  durch  Herdfrischen  gewonnenen, ­
  sondern  geben  erst  durch  wiederholtes ­
  Zusammenschweißen,  Überschmieden  oder
Auswalzen  ein  brauchbares  Schmiedeeisen.  —
Soll  graues-I  Roheisen  mit  einem  Siliziumgehalte
von  über  3  ’/o  zum  Puddeln  Verwendung  finden,
so  muß  dasselbe  vorher  in  den  „Feinherden“
oder  im  Flammofen  gefeint  werden.  In  beiden
Fällen  kommt  auf  die  Herdsohle  Koks,  darauf
das  Roheisen,  und  darauf  wird  dann  Gebläseluft
geleitet.  Die  Verunreinigungen,  vor  allem  Silizium ­
  und  Mangan.  teilweise  auch  Schwefel,
werden  dadurch  entfernt,  und  es  entsteht  „gefeintes“ ­
  oder  „geläutertes“  E.  Das  Puddeln
hat  gegenwärtig  nicht  mehr  die  Bedeutung  wie
vor  40  oder  50  Jahren,  da  durch  neuere  Verfahren
Flußschmiedeeisen  und  Flußstahl  in  großen  Massen ­
  billig  hergestellt  werden,  doch  liefert  Deutschland ­
  auch  heute  noch  ein  anerkannt  gutes
Puddeleisen.  Die  Umwandlung  des  Gußeisens  in
Flußschmiedeeisen  erfolgt  in  ähnlicher  Weise
wie  die  Herstellung  des  Flußstahles  und  wird
dort  erwähnt  werden.  Stahl  kann  außer  auf  dem
anfangs  geschilderten  Wege  der  direkten  Herstellung ­
  aus  dem  Erze  entweder  aus  Roheisen
durch  Entkohlung  oder  aus  Schmiedeeisen  durch
Kohlung  hergestellt  werden.  Die  Erzeugung  aus
Roheisen  erfolgt  entweder  durch  Frischen  auf
dem  Herde  oder  im  Puddelofen,  wie  bei  Schweißeisen ­
  beschrieben,  oder  dadurch,  daß  atmosphärische ­
  Luft  in  zahlreichen  Strahlen  durch  geschmolzenes ­
  E.  hindurchgetrieben  wird  (Bessemern),
oder  endlich  dadurch,  daß  man  in  flüssiges  Roheisen ­
  Bestandteile  einträgt,  welche  eine  Entkohlung ­
  herbeiführen.  —  Das  Herdfrischen  des
Stahles,  das  namentlich  noch  in  Steiermark,
Karaten,  Siegen  und  in  Schweden  in  Gebrauch
ist.  setzt  gutes,  reines  Roheisen  und  billige  Holzkohlen ­
  voraus.  Es  liefert  einen  ganz  vorzüglichen
Stahl,  der  auf  die  weiter  unten  anzugebenden
Methoden  raffiniert  werden  muß,  um  ein  möglichst ­
  gleichförmiges  Gefüge  zu  erhalten.  Der
durch  Herdfrischen  oder  Puddeln  gewonnene
Stahl  ist  also  Schweißstahl.  Für  die  Herstellung
großer  Massen  Stahl  hat  das  Bessemern  die
größte  Bedeutung.  Stark  mangan-  und  siliziumhaltiges ­
  Roheisen  wird  in  einem  Kupolofen
hitzig  niedcrgeschmolzen,  wobei  es  bereits  eine
Raffinierung  erfährt,  und  dann  in  ein  birnenförmiges ­
  Gefäß  (Konverter)  eingelassen,  dessen
Boden  mit  zahlreichen  feinen  Windkanälen  versehen ­
  ist.  Die  Birne  muß  vorgewärmt  sein,
damit  keine  zu  starke  Abkühlung  des  flüssigen
Eisens  erfolgt.  Ein  kräftiges  Gebläse  treibt  Luft
durch  die  flüssige  Masse,  wobei  durch  Verbrennen
des  Kohlenstoffs,  Siliziums  usw.  eine  so  hohe
Temperatur  entsteht,  daß  selbst  E.  von  ganz
geringem  Kohlenstoffgehalt  noch  flüssig  bleibt.
Bei  der  englischen  Bessemermethode  wird
das  Roheisen  fast  ganz  entkohlt  und  durch
Zusatz  von  flüssigem  weißen  Roheisen  (Spiegeleisen) ­
  nach  Beendigung  des  Blasens  in  Stahl  verwandelt. ­
  Der  Zusatz  des  Spiegeleisens,  eines  bis
20  %  Mangan  enthaltenden  Roheisens,  hat  überdies ­
  den  Zweck,  den  am  Ende  des  Prozesses  in
dem  Eisen  gelösten  Sauerstoff  zu  entfernen.  Soll
            
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