141
Geldmenge und Waarenpreise.
also dahrlelinsweise, und bewege sieh daher stets
innerhalb der Grenzen eines bestimmten Bedarfs oder
ausdrücklichen Begehrs von Seiten des Publikums, wäh
rend dagegen das Staatspapiergeld im Wege der Ver
ausgabung oder mittelst Zahlungen in den Um
lauf gelange und die Quantität desselben daher- ganz
von dei \V ill kür oder dem Belieben des Emittenten
abhänge. ferner finde bei den Banknoten, eben in
folge der nur dalirlehnsweisen Emission, eine regel
mässige und in kurzen Perioden wiederkebrende Bück-
strömung der Nuten zum Emittenten statt, wodurch
jede überflüssige Note sofort wieder aus dem Umlaut
verschwinde, während dagegen beim Staatspapiergeld
die einmal emittirte Quantität definitiv im Umlauf ver
bleibe^**).
74) Vgl. Tooke u. Newmarch, Geschichte der Preise,
I. p. 634—663.
J. Wilson, Capital, Currency and Banking, p. 79. 80.
A. \\ agner, Art. Banknote in Rentsch Handwörterbuch:
Nolenemission geht eine Saehfrage nach tien Solen, also
etn entsprechender Bedarf des rer kehr s voran. Die Vapiergeld-
(lasg&l/e erfolgt ganz ohne Bücksicht aaf einen solchen Bedarf und
bildet allerdings von vorneherein jedesmal ihrerseits eine Sachfrage
nach n aaren and Leistungen. Deshalb kann wohl von einer Zu
vielausgabe, einer Ueberschwemtnung mit Papiergeld, nicht aber mit
Banknoten die Bede sein.*‘
Die obige Theorie findet sich übrigens auch schon bei J.