Full text : Die Theorie des Geldes

Geld  und  Waare.

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zig  und  allein  in  einer  Art  von  ästhetischem  Wohlgefallen ­
  oder  unmittelbarem  sinnlichen  Reize  wurzelt®), ­
  oder  m.  a.  W.,  dass  der  Werth  der  Edelmetalle
von  Haus  aus  gewissermassen  nur  ein  Affectionswer.th
  ist^).  Denn  bei  einem  Artikel,  der  ursprünglich ­
  oder  in  letzter  Instanz  nur  aus  ästhetischen  Gründen ­
  geschätzt  wird,  gibt  es  offenbar  von  Haus  aus
auch  keinen  der  Grösse  nach  irgend  wie  bestimmten,
d.  h.  nach  oben  oder  nach  unten  bedingten  oder  begrenzten ­
  Bedarf,  d.  h.  weder  einen  eigentlichen  Mangel
noch  einen  eigentlichen  Ueberfluss,  wie  denn  auch  in
der  That  die  Edelmetalle  erst  in  Folge  einerseits  der
Verwendung  zu  Schmuck  und  Geräth,  und  andererseits ­
  der  Verwendung  zu  Geldzwecken  ein  Gegenstand
bestimmten  Bedarfs  und  damit  zugleich  eine
Waare  geworden  sind,  während  sie  ursprünglich  oder
6)  So  bemerkt  auch  schon  A.  Smith,  H.  I.  Cap.  XI.  S.  II:
,,7'Ae  demand  for  those  metals  arises  partly  from  their  utility,  and
partly  from  their  beauty,^*  ,,Their  principal  merit,  however,
arises  from  their  beauty,  which  renders  them  peculiarly  ßt  for
the  ornaments  of  dress  and  furniture.*'
7)  Diesen  Ausdruck  natürlich  in  einem  anderen  als  dem  landläufigen ­
  Sinne  verstanden.  Sehr  lustig  definirt  der  alte  Kau
(p.  78)  den  „Affectionswerth“  :  ,,Kine  besondere  y/r/  des  individuellen
ll'erthes,  beruhend  nicht  auf  einem  eigentlichen  Sätzen,  sondern
auf  einem  Gefühle,  welches  aus  dem  Genüsse  entspringt."
            
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