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Capitel I. Geld und MVaare. 
bereit sein, einen je höheren Werth man auf ihren Be 
sitz legt, und einen um so niedrigem Preis für eine 
Waare bieten resp. sich gefallen lassen, einen je nied 
rigem Werth man auf ihren Besitz legt. Und insofern 
lässt sich also sagen, dass wenn zwei Waaren in einem 
bestimmten Quantitätsverhältniss gleiche Preise erzielen, 
sie auch in diesem Quanlitätsverhältniss (an dem be 
treffenden Ort und zu der betreffenden Zeit) einander 
im Werthe gleich sind. Auf diese Weise erscheint 
also in der That der Werth der Waaren als eine auf 
Grund des Preises oder vermittelst des Geldes objec- 
tiv messbare Grösse. Der Werth, der zunächst nur 
eine psychologische Thatsache ist, wird durch das 
Geld oder den Preis zu einer ökonomischen. Das 
heisst aber doch immer nur, dass der Preis der mit 
telbare, nicht der unmittelbare, Ausdruck des 
Werthes der Waare ist. Werthbestimmung und Preis 
bestimmung der Waaren fallen nicht miteinander zu 
sammen, sondern bedingen sich nur gegenseitig^^). 
15) Um ein Beispiel zu gebrauchen : Wenn an einem bestimm 
ten Ort und zu einer bestimmten Zeit ein halb Pfund Thee einen 
Thaler kostet, und ein Pfund Kaffee ebenfalls einen Thaler kostet, 
so folgt daraus nicht, dass ein halb Pfund Thee sowohl als ein 
Pfund Kaffee gleich ist im Werthe einem Thaler. Wohl aber 
folgt daraus, dass ein halb Pfund Thee im Werthe gleich ist einem 
Pfund Kaffee.
	        
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