Full text: Die Theorie des Geldes

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Capitel II. 
ausgegeben, d. h. die Aufeinanderfolge der Einnahmen 
und Ausgaben resp. Einnahmen oder Ausgaben oder 
eigentlich, noch richtiger gesagt, der Zahlungen und 
Einkassirungen bei ein und derselben Person, — ge- 
wissermaassen den Umlauf der abstracten Geldsum 
men, im Gegensatz zu dem der concreten Geldstücke 
— darunter begreifen. In der That ist der Ausdruck 
auch zuweilen in diesem Sinne verstanden worden*®). 
Poch führt auch diese Vorstellungsweise zu keinem 
brauchbaren Ergebniss, da ja nach der Art der Per 
sonen oder Erwerbsklassen die Raschheit, mit der die 
Einnahmen oder Ausgaben resp. die Einnahmen und 
Ausgaben einander folgen, eine sehr ungleiche ist, oder 
die Aufeinanderfolge der Zahlungen und Einkassirungen 
in sehr verschiedenen Terminen oder Intervallen vor 
sich geht 2 0). 
Fast scheint hiernach eine befriedigende Lösung 
19) So beispielsweise auch schon von J. Locke a. a, 0., 
p. 34. 39. 40. 
20) So weist auch Oppenheim (a. a ()., p. 79—81) darauf 
hin, dass die „Raschheit der Geldcirculation“ nicht bei allen In 
dividuen die gleiche sei, indem die Einen erst am Schluss des 
Jahres, die Andern halbjährlich, vierteljährlich, monatlich, wö 
chentlich, selbst täglich, das Geld, welches sie ausgogeben haben, 
wieder einnehmen, daher es denn unmöglich sei, die Grösse des 
Geldbedarfs für ein ganzes Land zu ermitteln.
	        
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