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Capitel IL
ohne Ende vergleichbar, im Laufe der Zeit wiederholt
d. h. zu mehr als einer Zahlung- Verwendung findet
oder finden kann, folgt zwar nicht, dass der Geldbe
darf von der „Circulationsgeschwindigkeit“ des Geldes
abhängig zu machen ist, wohl aber, dass die Frage der
Bestimmung des Geldbedarfs nicht mit Bezug auf einen
bestimmten Zeitraum, sondern, wenigstens zunächst,
immer nur mit Bezug auf einen bestimmten Zeitpunkt
aufgeworfen werden kann.
Stellt man nun in der angedeuteten Weise die
Frage, so bestimmt sich der Geldbedarf ganz einfach
nach dem Gesammtbetrage der in dem betreil'enden
Lande in einem gegebenen Augenblicke, d. h. gleich
zeitig, auszuführenden Zahlungen, oder aber, insofern
es sich darum handelt, den Maximal bedarf an Geld
innerhalb eines ganzen Zeitraumes, z. B. eines Jahres,
festzustellen, nach dem höchsten Gesammtbetrage, den
die gleichzeitig auszuführenden Zahlungen innerhalb
dieses Zeitraumes daselbst erreichen können. Damit ist
der Geldbedarf auf eine Grösse zurückgeführt, die sich
wirklich statistisch ermitteln oder messen lässt
22) In England z. B., wo die Ausführung wenigstens der
grösseren Zahlungen und Einkassirungen fast gänzlich in den Hän
den der Banken liegt und noch dazu das Bankwesen so centrali-
sirt ist, dass auch der grösste Theil der Zahlungen von einem