Full text: Die Theorie des Geldes

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Bedarf an Geld. 
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selbe noch keineswegs überflüssig Und ebenso er 
setzt auch der Wechsel als solcher noch kein Geld. 
Vielmehr dient der Wechsel, wenigstens zunächst und 
in der Regel, nur dazu, Forderungen (die bereits fällig 
sind oder binnen Kurzem fällig werden) von einer 
Person auf die andere oder von«einem Platz auf den 
anderen zu übertragen, d. h. eine Zahlung an Stelle 
einer anderen zu setzen, oder Zahlungen par distance 
in Zahlungen am Platz zu verwandeln, wodurch aller 
dings eine ausgedehntere Anwendung des Com pen sa- 
tionsverfahrens ermöglicht, aber doch unmittelbar noch 
kein Geld erspart wird. 
Ganz anders verhält sich die Sache dagegen bei 
den Banknoten. 
Die Mehrzahl der neueren Oekonomisten behauptet 
zwar, dass sich die Banknote vom Wechsel und an- 
23) So bemerkt auch schon J. Locke, Further considera 
tions etc. p. 15: ,,Credit tvill supply the defect of money to some 
small degree for a little while. Hat, credit being nothing but 
the expectation of money within some limited time, money must he 
had or credit will fail.** 
Und W. St. devons, Geld und Geldverkehr, p. 243: ,.l)as 
lerstündniss der wahren Natur des (leides ist vielfach durch die lie- 
hauptung erschwert worden, dass der liredit gemünztes ineld ersetzen 
könne,** — ,,l*rüfen wir aber das If'esen des hredits, so finden 
wir, dass er nichts ist als das Ter s c h i eh en einer Hezahlung.**
	        
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