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Capitel TI.
deren Kreditpapieren oder „übertragbaren Forderungen“
nicht wesentlich unterscheide, oder dass der Unterschied
nur ein „formeller“ oder „gradueller“ aber kein „prin-
cipieller“ sei^^).
Dieser Ansicht kann ich indess nicht beipflichten.
Die Banknote ist allerdings kein Geld im strengen
Sinne des Wortes. Dies folgt ohne Weiteres daraus,
dass sie nur einen repräsentativen Werth besitzt,
d. h. ihren Werth nicht sich selbst sondern nur dem
Kredit, d. i. einer rechtlichen Beziehung auf das Metall
geld, verdankt. Und insofern steht die Banknote un-
24) Vgl. z. B. Tooke u. Newmarch, Geschichte der Preise.
Deutsch von Ascher, (Dresden 1858), I, 621. 623.
In neuerer Zeit: Macleod, Diet, of pol. economy, Art.
Currency: ,,7’Ae fact is that the only difference between a bit!
of exchange and a banknote is, that the former is a promise of a
deferred payment and the latter that of an immediate one, and
there is less risk in taking the latter than the former. From these
circumstances a banknote possesses a greater degree of circulating
power than a bill of exchange. Hut it is to the last degree un-
philopophical to maintain that these two obligations are of different
natures, because they are adapted to circulate in different degrees.'*
Aehnlich A. Wagner, Beiträge zur Lehre von den Banken,
p. 40. Die russische Papierwährung, p. 54. 55 und ferner Art.
Banknote und Art. Credit in llentsch, Handwörterbuch der Volks-
wirthschaftslehre.
Dagegen schon Knies, Geld und Credit II. 2, p. 293, 417 ff.