Full text : Die Theorie des Geldes

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Bedarf  an  Geld.
iiigen  Eigenschaft,  in  welcher  allein  das  Metallgeld
überhaupt  ein  Gegenstand  bestimmten  Bedarfs  ist.  Man
kauft  (Preisbestimmung)  zwar  nicht  mit  Banknoten,
wohl  aber  bezahlt  man  damit  (cash)^«).
Und  daraus  allein  erklärt  es  sich  Ja  auch,  warum
die  Banken  jederzeit  weit  weniger  Baargeld  vorräthig
zu  halten  brauchen,  als  sie  Noten  im  Umlaufe  haben

26)  A.  Wagner  (vergl.  die  Artikel  „Banknote“  und  „Credit“ ­
  in  Eentsch,  Handwörterbuch,  und  die  Schrift:  Staatspapiergeld ­
  etc.  Berlin  1874.  p.  20)  meint  umgekehrt,  die  Banknote  ersetze ­
  das  Geld  nur  in  seiner  Eigenschaft  als  Umsatzmittel  oder
„Umlaufsmittel“  („Tauschmittel“),  nicht  in  seiner  Eigenschaft  als
Zahlmittel.  Indess  kann  hier  der  Ausdruck  Umsatzmittel  oder  „Umlaufsmittel“ ­
  doch  nur  den  Sinn  von  Kaufkraft  (purchasing  power)
haben.  Kaufkraft  aber  besitzt  nur  das  Geld,  nicht  die  Banknote. ­
  Und  was  die  Eigenschaft  des  Zahlmittels  betrifft,  so  ist  liier
A.  Wagner,  wie  so  viele  Andere,  von  der  irrigen  Vorstellung  beherrscht, ­
  als  ob  nur  der  Zwangscurs  oder  das  Gesetz  eine
Sache  zum  Zalümittel  machen  könne,  wie  er  denn  überhaupt
immer  nur  von  einem  ,,gesetzlichen“  Zahlmittel,  nicht  von  einem
Zahlmittel  überhaupt  oder  schlechtweg  spricht  Unter  Zahlung
kann  aber  doch  nur  die  thatsächliche  Lösung  oder  Erfüllung
von  auf  Geld  lautenden  Verbindlichkeiten  verstanden  werden,  mag
diese  nun  „solutio“  oder  nur  „datio  in  solutum“  sein.  Die  Banknote ­
  hört  also  dadurch  noch  nicht  auf,  Zahlmittel  zu  sein,  dass
ihre  Annahme  an  Geldesstatt  nur  freiwillig,  nicht  gezwungen
stattfindet.  Sie  ist  eben  Zahlmittel,  nicht  kraft  des  Gesetzes,  sondern ­
  kraft  ihrer  Einlösbarkeit  auf  Sicht  oder  kraft  des  Umstandes, ­
  dass  sie  das  vollkommene  Aequivalent  des  Metallgeldes  ist.
            
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