Deutschland (Finanzen, Staatshaushalt).
ben Gilbe 1879 5e#e,ibcn
. -17» .legraphenanstalten waren 5007
".r Postanstalten verbnndcn und nur 95
selbständig. Riesengebirge, Rhön, Harz,
Şstuerland, Westerwald, Hunsrücken,
Vogesen, Frische und Kurische
Nehrung sind in den Telegraphenverkehr
l'W'ngezogen worden. Bis Ende Marz
ZLSLVZá
Oj chlsche Telegraphenverein 45,475 km
Ä"« m Ņrieb, wovon ans Österreich
-',400 km, die Niederlande 1014 km, auf
m ^0,3" km entfielen. 1879 zeigte
n ^^'Ģtelegraphengebiet (ohne Bayern
u-Württemberg, s.d.) folgende Resultate:
mtste ber Linien 55952 km
G,àitunnen 196353 -
"aatstelenraphenämter 5114
, Yenbahntelegraphenämter .... 2738
' siiJ lte "^fgegebme Telegramme
-privattelegramme 8331742
Staatstelegramme 320277
Internationale
Aufgegebene 1975019
Angekommene 1967 259
Transittelegramme 383941
Zusammen Telegramme: 12978238
e .Unterirdische Leitungen bestehen
seit 1876; die erste Versuchslinie war
Berlin-Halle. Bis Ende 1879 waren
3667 km mit 25,515 km Leitungeil voll
endet; die Kosten der Herstellung beliefen
# nus 12,721,821 m, bic ber ltntci-=
Haltung nur auf 2413 Mk. jährlich gegen
1,606,590 Mk. bei den oberirbischen Lei
tungen. Die meisten Linien habeil 7, einige
4 Leitungen. An Flußkabeln bei Elbe, Ha
bel, Rhein, Neckar u. a. würben 3642* m
'u 30 Abschnitten verwendet. Es wurden
4876—81 hergestellt folgende Linien:
0 Berlin — Halle.
“) Kassel — Frankfurt — Mainz.
-*) Halle — Leipzig.
*) Berlin — Hamburg — Altona,
w Hamburg — Kiel.
¡9 Hamburg — Kuxhaven.
7) Berlin — Magdeburg — Braunschweig — Han
nover — Minden — Munster — Wesel —
Düsseldorf — Köln — Aachen.
Handclsgeographie.
161
8) Köln — Elberfeld — Barmen
•5»Ära&£«x
(Bremerhaven und Wilhelmshaven).
11) Köln — Koblenz — Mainz.
12) Straßburg — Bit sch — Metz.
13) Berlin — Dresden.
14) Berlin — Frankfurt — Breslau.
15) Berlin — Müncheberg — Küstrin — Posen —
Thorn — Danzig.
10) Berlin - Stettin - Kolberg - Danzig -
Königsberg.
In Angriff genommen sind die Linien: Kö-
nigöberg-Eydtknhncn und Breslan-Ober-
berg, später kommen an die Reihe Lciprig-
Mllnchen und Karlsruhe-Stuttgart. —
Unter den technischen Neuerungen, welche
die Reichstelegraphie in den letzten Jahren
einführte, sind die Telephone erwäh
nenswert, welche ans Entfernnngen bis
60 km sich als vollkommen wirksam er
weisen. Ende 1879 waren bereits 782
Fernsprecher für den Verkehr eröffnet. —
S n b in a r i n e Ka b e l besitzt D. eins zwi
schen Rügen und Schonen mit Schweden
gemeinschaftlich, ein andres von 250 See
meilen Länge über Sylt nach Aarendal in
Norwegen allein.
VI. Kilianjttt.
A. Staatshaushalt.
DaS Etatsjahr, ursprünglich mit dein
Kalenderjahr laufend, beginnt 1. April
Dsts Budget des Deutschen Reichs für
1879—80 war 546,5 Mill. Mk. in Ein
nahme und 546 Mill. Mk. in Ausgabe.
Rechnet inan aber die Einzelstaaten mit ein
so hatte 1878 das Reich 1716 Btill. Mk.
für Staatsbedürfnisse aufzubringen; doch
waren dieEinnahmen nur auf 1712 Mill.
Mk. berechnet, wovon 265 Mill. (6,20 Mk
pro Kopf) aus direkten, 410 Mill. Mk. (9,co
pif. pro Kops) aus indirekten Steuern
flössen. Der Reichshanshaltsetat
für das Etatöjahr 1881 — 82 beläuft
flch tu Einnahme und Ausgabe auf je
:>92,956,554 Btk. Von ben Ausgaben
kommen 81,304,493 Mk. auf einmalige
und 511,652,061 Mk. auf fortdauernde.
Bei der E i il n a h », e sind Hauptposten :
Zölle und Verbrauchssteuern 335,490.150
Btk. (davon Rübenzuckerstener 49,5 Mill
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