den man vor vierzig Jahren hinwies: daß jeder Landwirt
Gelegenheit habe, Eigentümer einer Farm zu werden.
Das Überwiegen der Pachtwirtschaft zeigt sich am deut-
lichsten darin, daß sie besonders zahlreich in ausgesproche-
nen Ackerbaustaaten und vorzugsweise in den reichen Baum-
wolle-, Mais-, Weizen-, "Tabak- und Obstlandstrichen auf-
tritt. In einem Gesamtgebiet von 1080 Kreisen, das sich
von Virginia bis an die Grenzen von "Texas erstreckt (wobei
die Gebirgsgegenden nicht mitgerechnet sind) gibt es
700 000 Pächter, von denen mehr als 500 000 Neger sind.
Diese Gegend bildet den sogenannten „Schwarzen Gürtel“
— d. h., es sind dies die Staaten, die eine dichte Neger-
bevölkerung haben. Es ist die Gegend, die die Baumwolle
und in ausgedehntem Maße die Tabakernte der Vereinigten
Staaten erzeugt. Die früheren großen Farmen sind in solche
Unterabteilungen zerlegt, daß die Durchschnittsgröße einer
Pachtung, auf der Baumwolle gebaut wird, nur zwischen
15 und 17 Morgen schwankt. Der Besitzer des Landes ist
gewöhnlich der Dorf- oder Stadtbankier oder Ladeninhaber,
und er fordert folgenden Tribut: Wenn der Pächter mit
eignem Pfluge, Maulesel und Düngemittel versehen ist,
dann gibt er dem Besitzer für die Benutzung des Landes
und für ein sehr minderwertiges Gebäude ein Drittel der
Baumwollernte, ebensoviel dort, wo Getreide gebaut wird,
von der Getreideernte und ein Viertel der Maisernte. Aber
wenn der Besitzer Pflug, Maulesel und Düngemittel liefert,
dann erhält der Besitzer die Hälfte der Ernte und häufig
noch ein Pachtgeld in der Form einer Tantieme von I bis
3 Dollar für den Morgen. Die 700000 Pächter im Süden
produzieren jährlich 350 Millionen Dollar in Ernten. Die
jährlichen Einnahmen des einzelnen Pächters belaufen sich
auf 450 bis 500 Dollar, aber von dieser Summe gehen von
einem Drittel bis zur Hälfte oder mehr in Bargeld oder
seinem Äquivalent an den Besitzer. Nachdem der Pächter
seine Pacht und andere Unkosten bezahlt hat, behält er
weniger als 225 Dollar für seine Jahresarbeit und muß aus
dieser Summe noch seine Hilfskräfte bezahlen, wenn er
keine Familie hat, die ihn in der Feldarbeit unterstützt.
Und hier mag erwähnt werden, daß der in der europäischen