Full text: Nationale Bodenreform

mündiger Völker, deren Vermögen wächst, indem wir sie 
lehrten, wie man die Schätze ihres Landes aufschließt und 
den Menschen diensstbar macht. 
Wenn wir auf den Boden und seine Schätze Beschlag 
legten als auf ein Volkseigentum und sie denen, die sie 
am besten ausnutzen können in Pacht übergeben, so 
steige das Land an Wert. Die organisierte Gesellschaft in 
Kommune und Staat werde durch diese einfachste, gerech- 
teste und ergiebigste aller Steuern vermögend und könne 
die mit der Entwicklung des Landes steigenden Anforde- 
rungen an Wegen, Eisenbahnen, Schulen leichter befrie- 
digen. Zum gedeihen der Kolonien würden außer den 
wirtschaftlichen auch Faktoren sittlicher Natur erforderlich 
sein. Aber gerade diese würden durch das festhalten des 
Bodens als Nationaleigentum untersstützt. Die Einge- 
borenen würden nicht zu rechtlosen Subjekten gemacht. 
Der Verkauf des Bodens säe Zwietracht und Haß zwischen 
den Einheimischen und den Einwanderern. Das gemein- 
same Nationaleigentum werde Rücksichtnahme und Ver- 
ständnis zwischen den Rassen anbahnen. Vom April 1895 
an hat Pastor Zo 1 Il m a n n (gest. 20. März 1920) in der 
Bundeszeitschrift eine Aufsatzfolge über „Die Bodenbesitz- 
reform im Spiegel der evangelischen Ethik“ veröffentlicht, 
durch die der treffliche Geistliche uns neue Freunde 
unter seinen Amtsbrüdern gewonnen hat. 
Carl Marfels und W. C. Backhaus. 
Qn den Mitglieder-Versammlungen und in unserer 
ZS Zeitschrift haben in dieser Zeit die Erörterungen über 
die Theorien von Henry George einen breiten Raum ein- 
genommen. Es haben sich daran besonders Michael Flür- 
scheim, August Harder, Dr. Poetsch, Dr. Beck und Carl 
Marfels, der Herausgeber der Deutschen Uhrmacherzei- 
tung, beteiligt. 
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