Full text : Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

9.  Kap.  Ter  Credit.

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^  şi"d  und  dessenungeachtet  auf  das  schleunigste  zu  Zahlungen  genöthigt
erden  können,  welche  sie  in  spätern  Zeitpunkten  weit  leichter  zu  leisten  im
lande  wären.  So  ist  der  Wechsel  leider  vielfach  zu  einem  Mittel  der  Auseutung
  und  Auswucherung  unerfahrener  ländlicher  Besitzer,  kleiner  Gewerbeŗeibender
  und  junger  Leute  geworden,  und  es  kann  also  nicht  unbegreiflich
scheinen,  daß  man  wiederholt  die  Forderung  erhoben  hat,  es  solle  der  Gesuch ­
  des  Wechsels  nur  gewissen  intelligenten  und  geschäftsgewandten  Klassen
^  Bevölkerung  gestattet  werden.
Was  nun  die  nützliche  und  den  Verhältnissen  der  Betheiligten  entsende ­
  Verwendung  desselben  anlangt,  so  dient  er  noch  immer  dem
^ndel  mit  entfernten  Plätzen  und  erweist  sich  in  dieser  Hinsicht  nach  wie
or  als  ein  Erleichterungsmittel  des  Verkehrs.  Hauptsächlich  ist  aber  der
y  Ģauch  des  Wechsels  für  das  Geschäftsleben  der  Jetztzeit  dadurch  von  Be-^utung
  geworden,  daß  sich  die  Banken  und  die  Bankiers  desselben  zum
^Mfe  der  Gewährung  von  Darlehen  an  Kaufleute  und  Industrielle  bedienen.
ist  es  Brauch,  daß  sich  die  Großhändler  von  den  Tetaillisten,  denen  sie
fj e ° ten  ñeliefert,  und  ebenso  die  Industriellen  von  den  Großhändlern,  an  die
dx  ? re  Produkte  abgesetzt  haben,  Wechsel  ausstellen  lassen  und  dann,  statt
n  Termin  ihrer  Fälligkeit  abzuwarten,  den  Betrag,  worauf  dieselben  lauten,
to  IT  ^  îhŗen  Bankiers  nach  Abzug  eines  Discanto  genannten  Betrages,
ïtor  *  ^  "ach  dem  Begehren  solcher  Vorauszahlungen,  nach  dem  Umfange
lick  Refait  Zwecke  zur  Verfügung  stehenden  Beträge  und  nach  den  persönjst
  Verhältnissen  der  durch  den  Wechsel  verpflichteten  Personen  verschieden
an  <î^îohen.  Tie  Wechsel  haben  ebenso  wie  die  Creditpapiere  und  die  Münzen
stä  derschiedenen  Orten  ihren  im  Anschluß  an  die  soeben  erwähnten  Umje/
  *  ^^chselnden,  bestimmten  Preis  (Wechselkurs),  der  sich  nur  für  dieverv'l"
  stellt,  die  hinsichtlich  der  Vertrauenswürdigkeit  der  durch  sie
H,j ç  ş/Ģeten  Personen  zu  wünschen  übrig  lassen.  In  den  Ländern,  in  welchen,
ej ne  î"  Deutschland,  in  England,  in  Frankreich  und  in  Oesterreich-Ungarn,
bestes  einem  gewissen  Grade  von  der  Staatsregierung  abhängige  Bant
^  )  '  spricht  man  von  einem  Bankdisconto  und  versteht  darunter  den  von
Eņ  Banken  erhobenen  Diskont.
tocih  à  von  den  Bankgeschäften  gegen  Ausstellung  von  Wechseln  geber
  ^^rlehen  werden  gern  Summen  verwendet,  welche  den  erstern  unter
toerd  ^îņgung  anvertraut  sind,  daß  sie  auf  Verlangen  alsbald  zurückgezahlt
3 f | t en  Müssen.  Die  Bankiers  können  solche  Gelder  natürlich  nicht  auf  lange
^echs^"Ģhen,  ohne  sich  der  Gefahr  von  Verlegenheiten  auszusetzen;  die
Qj lu  ^ņģEgen  lauten  meist  auf  kurze  Frist.  Das  ist  denn  auch  der
^hlu  '  ^bshalb  die  den  Bankgeschäften  unter  der  Bedingung,  daß  die  Rück-^
  îņ  kürzester  Frist  begehrt  werden  kann,  anvertrauten  Summen  sehr
            
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