fullscreen: Die Theorie der Volkswirtschaft

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schäften, die zwar Familien, aber keine Stämme bilden, und die 
Tatsachen lehren, daß der Grund auch hier in der Unzulänglich 
keit der vorhandenen Nahrungsmittel liegt.“ Man müßte eigent 
lich hinzufügen, daß die Nahrungsmittel, die die Wilden 
sammeln, für eine dichtere Bevölkerung, für größere 
Gruppen ungenügend sind. Darauf haben wir aber schon in 
dem Kapitel hingewiesen, wo wir über die Wirtschaftssysteme 
sprachen. Hildebrand führt dann noch weitere Beispiele solcher 
„Sammelvölker“ an. So zitiert er Hector te Vaux über die 
Indianer: „The Indians of the thick woods of neccessity, from the 
scarcity of animals, camp only in small numbers, while the 
Indians of the Prairies are invariably to be found in large bodies, 
the buffalo supplying them with food, clothing, fuel and all the 
requirements of their simple mode of life“. Martins (Ethno 
graphie Amerikas, S. 53) sagt: „Dort (nördlich vom Amazonen 
strom) gibt es Völkerschaften, welche nur aus einer oder aus 
wenigen Familien bestehen, vollkommen abgeschnitten von aller 
Gemeinschaft mit den Nachbarn . . .“ Bei den Buschmännern 
„besteht gewöhnlich,“ sagt Lichtenstein (Beise im südl. Afrika, 
S. 77, Berlin 1812), „eine Horde nur aus den Gliedern einer 
einzigen Familie“. Als ursprüngliche Form der Wirtschafts 
organisation erscheint also eine isolierte Wirtschaft einer 
kleinen Gruppe, die eine Familie oder Horde darstellt, und die 
nur die unentbehrlichsten Bedürfnisse befriedigt. Aber auch die 
auf einer höheren Kulturstufe stehenden Völker müssen oft eine 
isolierte Wirtschaft organisieren, die ihre Bedürfnisse deckt. So 
wohnen die Kolonisten in den neuen Ländern oft jahrelang iso 
liert voneinander und müssen ihre ziemlich komplizierten Be 
dürfnisse nach demselben Prinzip der Wirtschaftsorganisation 
befriedigen, wie die „Wilden“. Die Wirtschaft muß ihre Pro 
duktionskräfte so einteilen, daß sie ohne fremde Hilfe, in ihrer 
eigenen Wirtschaft, all ihre Bedürfnisse decken kann. 
Der Grad der Isolierung kann natürlich verschieden sein. Die 
europäischen Völker treten in die Geschichte ein, als sie schon die 
Gemeindewirtschaft kannten, von der unten die Bede sein wird. 
Aber auch sie lebten in der isolierten Wirtschaft.
	        
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