Full text : Die deutschen Hypotheken-Aktien-Banken

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Drittel,  bei  städtisclien  auf  die  Hälfte  des  Wertlics  erstrekcn.  Auf
Veranlassung  des  Aufsiclitsraths  können  diese  Grenzen  auch  überschritten ­
  werden,  wenn  die  Darlehensnehmer  bei  einer  soliden  Hypotheken-Versicherungs ­
  -  Anstalt  die  Grundstücke  gegen  Subhastationsund
  Zinsverlust  versichern.  Eine  besondere  Eigenthümlichkeit  der
Gothaer  Bank  scheint  ihre  Einrichtung  zu  sein,  wornach  sie  Laudesineliorationen
  durch  Darlehen  befördert,  oder  solche  selber  in  die
Hand  nimmt  durch  spezielle  Organe.  In  der  Bilanz  und  im  Geschäftsbericht ­
  findet  sich  jedoch  keine  Vormerkung  über  den  Abschluss ­
  eines  derartigen  Geschäftes.  Die  Dividenden  seit  Bestand
des  Instituts  (1868/09)  betrugen:  8^Uo,  S'U,  9,  9b'2,  8,  9,  8,  8  pCt.
Einen  reeht  guten  Eindruck  macht  der  Abschluss  pro  1876  der
Deutschen  Hypothekenbank  -  Aktien  -  Gesellschaft  in  Berlin,  da
aus  demselben  hervorgeht,  dass  die  Erwerbung  von  Hypotheken
nieht  forcirt,  und  industrielle  Etablissements  sowohl,  als  unbebaute
Grundstücke  von  der  Beleihung  gänzlich  ausgeschlossen  werden.
Dahingegen  können  wir  nicht  umhin,  die  Schweigsamkeit  des  Geschäftsberichts ­
  in  Bezug  auf  die  Art  und  Weise,  wie  sich  der
llypothekenbesitz  des  Instituts  über  Stadt  und  Land  und  auf
die  Provinzen  vertheilt,  als  einen  bedauerlichen  Mangel  zu  bezeichnen. ­
  Die  Summe  der  erworbenen  Hypotheken  betrug  Ende  v.  J.
15,500,049  M  oder  3,153,302  M  mehr,  die  der  umlaufenden  Pfandbriefe ­
  10,668,400  M.  Da  ein  eingezahltes  Aktienkapital  von
5,400,000  M.  vorhanden  ist,  so  betrug  die  Pfandbriefbedeckung
durch  das  Aktienkapital  Ende  v.  J.  noch  50  pCt.  Von  17  Subhastationen,
  an  denen  die  Bank  1876  betheiligt  gewesen  war,  betrafen ­
  12  städtische  Grundstücke  in  Berlin,  Breslau  und  Danzig,
5  ländliche  Grundstücke  in  verschiedenen  Provinzen  15  dieser
Objekte,  die  zusammen  mit  668,039  M.  seitens  der  Deutschen  Hypothekenbank ­
  belieben  waren,  erzielten  einen  Verkaufspreis  von
907,361  M.,  worin  die  Direktion  einen  Beweis  dafür  erblickt,  dass
die  Beleihungen  sich  in  den  richtigen  Grenzen  gehalten  haben.  In
einem  Falle  hat  die  Bank  das  betrefiende  Grundstück  selber  erwerben ­
  müssen,  es  aber  bald  wieder  ohne  Verlust  an  einen  soliden
Käufer  veräussern  können.
Die  Bilanz  enthält  ausser  den  bereits  erwähnten,  hauptsächlichsten ­
  Positionen  und  dem  Nachweis  disponibler  Mittel  im  Betrage
von  etwa  700,000  M.  nur  geringere,  im  Geschäftsberichte  genügend
            
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