Full text : Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

10.  Kap.  Die  verschiedenen  Zweige  der  Consumtion.

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"l>er  hemmende  Verfügungen  trifft,  namentlich  auch,  indem  sie  gemiste  Vergnügungen ­
  zu  Objecten  der  Besteuerung  macht.  Die  Art  und  Weise,  wie
üch  ein  Volk  erholt  und  vergnügt,  weist  auf  seinen  Charakter  hin,  wirkt  aber
andererseits  auch  auf  seinen  Charakter  ein.  Sowohl  die  Völker  als  die  Individuen ­
  können  sich  zu  viel  oder  zu  wenig  Vergnügen  gönnen,  und  dieses
stl  viel  oder  zu  wenig  ist  wieder  je  nach  den  Umständen  verschieden.  Ferner
ist  zu  bedenken,  daß  die  Mehrheit  der  Menschen  sich  schlechten  Vergnügungen
zu  ergeben  pflegt,  wenn  nicht  harmlose  und  heilsame  zu  ihrer  Verfügung
stehen.  Geschieht  es  doch  nur  zu  oft,  daß  selbst  da,  wo  für  solche  letzterer
Ņrt  gesorgt  ist,  die  schädlichen  vorgezogen  werden.  So  lastet  denn  auf  allen
^enen,  welche  sich  in  der  Lage  finden,  in  dieser  Hinsicht  Einfluß  zu  üben,
^ņe  schwere  Verantwortlichkeit,  und  sie  müsten  danach  trachten,  einerseits  dem
"angel  an  erlaubten  und  heilsamen  Vergnügungen  abzuhelfen  und  anderer-^its
  eine  übermäßige  Ausdehnung  gewiffer  Ergötzlichkeiten  zu  bekämpfen.  Tie
technischen  Umwälzungen  auf  dem  Gebiete  der  Güterproduction  machen  eine
erartige  Thätigkeit  noch  gebieterischer  zur  Pflicht.  Tie  angestrengte  Arbeit
îņ  den  staubigen,  heißen  und  geräuschvollen  Werkstätten  und  Fabrikräumen
Öftrer  Tage  läßt  das  Bedürfniß  nach  Erholung  und  Vergnügen  in  der
egenwart  nothwendiger  und  dringender  erscheinen  als  in  jenen  Zeiten,  in
welchen  eine  behagliche,  langsamere  Art  des  Arbeitens  und  Schaffens  herrschte
^ņd  in  manchen  Betriebszweigen  Arbeit  nnd  Vergnügen  nicht  so  scharf  wie
àtzutage  getrennt  waren.  Auch  ist  zu  bedenken,  daß  das  gewaltige  An-^vchsen
  gewiffer  Städte  vermehrte  Gelegenheit  zu  mehr  oder  weniger  unerlaubten ­
  Vergnügungen  bietet.
Werfen  wir  einen  flüchtigen  Blick  auf  die  verschiedenen  Arten  von  Zerstreu ­


Tur

"ņgen  und  Vergnügungen,  so  treten  uns  folgende  Gruppen  entgegen:
A)  Spiele  und  körperliche  Uebungen  aller  Art  (Reiten,  Rudern,
î  ..ņoņ  u.  s.  w.),  welche  die  Gesundheit  festigen,  zur  Entwicklung  der  Körper-*
  şie  beitragen  und  sich  auch  in  sittlicher  Hinsicht  sehr  nützlich  erweisen,  in-Eîv
  sie  bim  schädlichen  Genüssen  abziehen.  Sowohl  von  seiten  der  Schule
au  ^ UrC ^  zahlreichen  Turnvereine  u.  dgl.  wird,  das  ist  anzuerkennen.
Ķ  Zeiten  Kreisen  der  arbeitenden  Bevölkerung  reichliche  Gelegenheit  zur
^  ŗäftigung  und  Erholung  durch  derartige  Uebungen  geboten,  und  auch  die
^ñemeine  Wehrpflicht,  die  selbst  noch  die  reifern  Männer  zu  zeitweiliger
^Istleistung  heranzieht,  erweist  sich,  wenigstens  für  die  kräftigern  Individuen.

nützlich.

bem
lügers

B )  Die  Jagd  und  der  Fischfang  in  ihren  verschiedenen  Gestalten.

einfachen  Vogelfang  und  dem  bescheidenen  Sport  des  Sonntagsund ­
  ""gefangen  bis  zu  den  glänzenden  Treib-  und  Hetzjagden  der  Großen
** cr  fürstlichen  Höfe.  Dieses  Vergnügen  hat  allerdings  zu  gewiffen
            
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