5. Kap. Verschiedene Vortheile desselben Preises für versch. Personen. 209
Ņôer auch das Umgekehrte kann stattfinden. Ueber die Löhne können wir uns
o er erst im III. Buche eingehender verbreiten.
6. Ein sehr zu beachtender Grund der hier in Frage stehenden Er
scheinungen ist auch in der Verschiedenheit der Rentenbeträge zu
^chen, welche die einzelnen Unternehmer entweder für die Benutzung bestimmter
à Behufe der Production nothwendiger Objecte, also z. B. für diejenige
^ņes Landgutes, eines Hauses, einer Maschine u. s. w. zu zahlen oder in
_ e ft st It von Zins für die Ueberlaffung des nöthigen Geldkapitals zu leisten haben,
ìn ^heil bgŗ Unternehmer, welche für den nämlichen Markt arbeiten, kann in
ìkser Beziehung unter sehr günstigen Bedingungen produciren, während sich
übrigen zu den drückendsten Auslagen genöthigt sehen. So hat man z. B.
•I e Schwierigkeiten, welche den irischen Industriellen im Wettkampf mit den
öb'Eischen erwachsen, wahrscheinlich nicht ohne Grund dem höhern Zinsfuß
^gemessen, den die erstem zu zahlen haben. Und wie sollten gewisie Branchen
^ österreichischen Industrie trotz der größern Billigkeit der in Böhmen und
«Ulf ^ lìchen Arbeitslöhne mit den entsprechenden deutschen Industriezweigen
demselben Markte concurriren können, solange sich der Zinsfuß der Geld-
ôļîen in Oesterreich im Durchschnitt mindestens um ein Procent höher hält
y m Deutschland, und solange die Besteuerung im erstem Reiche eine.
eich drückendere bleibt, als es im Nachbarreiche der Fall ist? Wie
^ņnen unter solchen Verhältnissen z. B. die mährischen und böhmischen Tuch-
denjenigen des Aachener Jndustriebezirkes in der Levante die Spitze
inb e f^ erner ìst die Grundrente in vielen Industriestädten so hoch, daß die
bc>s 9'ollen Etablissements eines nach dem andern in die Vorstädte oder auf
nies ^ Erlegt werden, während der Mittelpunkt der Städte mehr und
eŗt öon Kaufläden und Comptoirs eingenommen wird. Nichtsdestoweniger
ienia ^ Unternehmer, die ihre Fabriken auf das Land verlegt, und die-
lichx/"' î^klche die ihrigen noch immer in der Stadt haben, auf dem näm-
b en b . rkte ganz die gleichen Preise gezahlt. Dieses Verhältniß zwischen
leute, ^Ģedenen für denselben Markt arbeitenden Producenten und Kauf-
Bej ^.àņdert sich indessen mit Veränderungen im Tauschwerthe des Geldes.
şbrech0"'oo allgemeinen Entwerthung des Geldes, welche natürlich eine ent-
Erhöhung der Preise zur Folge hat, gewinnt derjenige, welcher
je ^lgenthum gepachtet oder gemiethet oder Geld geborgt hat, desto mehr,
"sicher die Miethzinse und die Jnteressenzahlungen sind, welche er zu
und auf je längere Zeit die betreffenden Verträge geschlossen sind.
nQt Ürr* beC bCr Ģeldwerth steigt, also ein allgemeiner Preissturz eintritt, ist
y Ñ^ade das Gegentheil der Fall.
duct; besetz der zunehmenden Einträglichkeit der Pro-
Dkvas"' ^ļso Thatsache, daß die vollkommener organisirte Production unter
Ķàmpsk, Volkswirtschaftslehre. 14