7. Kap. Das Geld.
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Siebentes Kapitel.
Das Geld.
Auf dem Wege des Tausches im eigentlichen Sinne des Wortes, d. h.
ìîrch die Hingabe eines Gutes gegen ein anderes, ohne daß dieselbe durch
le Verwendung eines dritten Gutes vermittelt wird, kommt man nicht weit,
ìņ nennenswerther Güteraustausch kann auf diesem Wege nicht stattfinden.
ist schwierig, jemanden zu finden, der gerade Ueberfluß an denjenigen
ìîtern hat, welche man benöthigt, und zugleich der Gegenstände bedarf, welche
selbst besitzt, ohne sie zu eigenem Gebrauch nothwendig zu haben. Ter
/ìusch tüirb aber noch schwieriger, wenn es sich um Gegenstände handelt,
à Pferd, ein Wagen, eine Schmucksache u. s. w., nicht theilbar
' ober um solche, welche, wie die Eier oder das Obst, nicht lange auf
bahrt werden können. Eier z. B. werden in Fäulniß übergehen, bevor
ivnnt^o ^ davon gesammelt hat, daß man dafür einen Wagen einhandeln
Und Şost demnach ein Güteraustausch in größerem Maße ermöglicht werden
sck ' ^besondere ein Markt, wie wir ihn im 2. Kapitel dieses Buches be-
. ^îoben haben, stattfinden, so muß man sich über ein Tauschmittel, d. h. über
sá ^ arc verständigen, welche jedermann gern annimmt, und welche eben-
% ohne Verlust theilbar als dauerhaft ist, also Eigenschaften besitzt, wie
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i- B. Stücke Kupfer auszuweisen haben. Man kann seine Eier in der
sii R l1 ° n bìnem Dutzend oder von einem halben Dutzend, wie sie gerade ver-
lekt gegen Kupfer eintauschen, und wenn man dann genug von diesem
^/ rn beisammen hat, für dasselbe den Wagen, deffen man bedarf, ohne
Gierigkeit an sich bringen. Das Kupfer aber und überhaupt ein jedes
°^iges Gut kann dann auch noch einem andern Zwecke dienen, und das
bg 111 bcr Ņegel auch thatsächlich der Fall, indem man solche Güter als Messer
§j ft ^^uschwerthe verwendet. Man drückt nämlich den Tanschwerth der
deus'Wagens, überhaupt jedweden Gegenstandes dadurch aus, daß man
8eno bņ Stücken des betreffenden Metalls oder des als Werthmeffer an-
z^ej^^Euen Gutes vergleicht. So kann man sagen, ein Dutzend Eier kostet
solch blicke und ein Wagen zweitausend Stücke Metall. Der durch einen
kin ^ werthmeffer ausgedrückte Tauschwerts) wird Preis genannt. Es leuchtet
ist-'b ņ ber durch eine derartige Messung gewährte Nutzen ungemein groß
kin'ü CUn e§ îst weit leichter, das Werthverhültniß vieler Gegenstände zu einem
ni í¡e h 1 (S}Ute m Ķopfe zu haben als sich alle die wechselseitigen Werthverhält-
Wertb^ verschiedenen Güter zu einander zu merken. Wenn mit Einschluß des
Messers 100 Gegenstände vertauscht werden, so hat man nur 99 Werth-