Full text: Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

10. Kap. Der Credit (Fortsetzung). 
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J ® uter unbenutzt bleiben. Besonders erweist sich ihr Wirken auch in 
""9 j e ^ r uützlich, daß es so manchen Producenten, die sich infolge 
> lger Umstände in vorübergehender Verlegenheit befinden, die Fortführung 
UM Un Wrunbe ñesunden und bestandfähigen Unternehmungen möglich macht, 
yrend diese Unternehmungen ohne den Beistand der Bankgeschäfte zusammen-' 
bje Sf Cn ^âren, woraus sich dann eine große Einbuße an Vermögen und 
ist.äochlegung tüchtiger Kräfte ergeben hätte. Und auch in der Hinsicht 
flib' âà wirken der Bankanstalten von großem Nutzen, daß sie fleißigen und 
ihre bņ.^ngen Vorschüsse gewähren und denselben die Nutzbarmachung 
^. Fähigkeiten in einem Umfange ermöglichen, in welchem sie diese ohne 
ugewährung nicht hätten zur Geltung bringen können. Das sind, kurz 
uunengefaßt, die Vortheilhaften Resultate des Handelscredits, 
oft - man muß auch dessen Schattenseiten nicht außer acht lassen. Wie 
seh^ trtr e ' daß Leute infolge falscher Speculationen der Banken eine 
dolkì- ļ.'che Thätigkeit aufgeben und einer minder nützlichen oder sogar einer 
v'rtschaftllch schädlichen Beschäftigung sich zuwenden, daß durch die 
das r emC ÜbeI Leitete Production und schädliche Konsumtion gefördert, 
testen s?'°ņ^vermôgen vergeudet wird und viele der energischsten und begab- 
keinei i)rtrafterc şilh von denselben zu Speculationen verleiten lassen, die 
fob! 1 * %en Nutzen bringen und nichts weiter als reine Spieloperationen 
einen - às muß ein wenig eingehender besprochen und zunächst aus 
sehr verbreiteten Uebelstand aufmerksam gemacht werden. 
%tler e§ bei bem bestehen so vieler Bankanstalten sehr leicht ist, sich durch 
ļeben^ Geldmittel zu verschaffen, wird es vielen in dürftigen Verhältnissen 
àrnlick,"' ""kiffenden, unfähigen oder gewissenlosen Leuten möglich gemacht, 
mühelos selbständige Unternehmer zu werden, schlechte Ware zu er- 
^oncu Unb ^ ben Producenten solider und preiswürdiger Artikel gefährliche 
tz>jx ^ŗrbuz zu machen. Wir haben ja im 4. Kapitel des I. Buches gesehen, 
C îĢcchtere Ware oftmals die bessere aus dem Felde schlägt und so 
tifej h Evie ohne große Schwierigkeiten sich zur Konsumtion schädlicher Ar 
al,eh ? O'ien lassen. Derartige unreelle Producenten sind aber gewöhnlich 
sfalli^, ^ CCbte ^rodherren ihrer Untergebenen und richten zudem häufig durch 
sind Unheil an, indem dann ihre Arbeiter eine Zeitlang unbeschäftigt 
şi? zahlreiche Sachgüter, Gebäude, Maschinen u. s. w. unbenutzt bleiben, 
Ş êìņc neue Verwendung dafür gefunden hat. 
'şi ês wiederholt geschehen, daß infolge leichtfertigster Credit- 
von seiten einzelner Banken mittellose oder gewinnsüchtige Leute 
àeise ' slU * en ' die keinem wirklichen Bedürfniß entsprachen, und auf diese 
eine 5 e | ei1e ^oßen als Baukrach bekannten Krisen eintraten, wie deren z. B. 
anders verderbliche sich seit dem Jahre 1873 in Wien abspielte und
	        
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