Full text : Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

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III.  Buch.  Die  Verkeilung  der  Güter.
einen  Einfluß  auszuüben  vermag.  Ferner  können  zu  niedrige  Löhne
Verschlechterung  und  Verminderung  des  Arbeitsergebnisses  zur  Folge
und  bewirken,  daß  der  für  die  Zinsberechtigten  und  die  Unternehmer  erz  °
Gewinn  geringer  wird.  So  kann  es  geschehen,  daß  dee  einen  und  die  m  ■
weil  sie  einen  verhaltnißmaßig  zu  großen  Antheil  am  Product,onsergebn  b
für  sich  in  Anspruch  nehmen,  eine  geringere  Einnahme  beziehen,  als  we
M  mit  einem  Meinem  %nti,eil  begnügt  #en  mürben.  Sagegen  #e  _
5o%e  #ue,  inbem  sie  Stög#  unb  %uBf#eifung  «"ter  ben  Jij  ^
förbertt,  kt#  bie  ßoige,  baß  biefe  einen  üe,#Itn$mäßig  beben  ^
Antheil  am  Nationaleinkommen  haben,  aber  thatsächlich  weniger  ge  ^
wenn  ba§  (Entgelt  fût  bie  bon  ißnen  geleistete  Weit  M  nt#  H  Ļ
steilen  mürbe.  Sie  fittliüe  SBeßSaRenSeit  ber  %Reni4eii  unb  bie  ,,
aießungen  m#en  ben  "er^tebenen  masse"  berBeböIferung  ettteë  ctmW  ^
Staates  üben  immer  unb  unter  allen  Umständen  ben  größten  Etnstup
bie  Production  und  deren  Kosten  aus.  Daher  ist  es  auch  unmöglich,  ^
Reichthum  und  die  Wohlfahrt  einer  Nation  gesondert  zu  behandeln.  ^  \
würde  sich  von  ganz  irrigen  Anschauungen  leiten  lassen,  wenn  man  da^  ^
liche  Productionsergebniß  eines  Landes  wie  einen  Kuchen  ansehen  ^
bei  dessen  Vertheilung  das  Stück  des  einen  um  so  kleiner  ausfällt,  je
Antheile  ben  andern  zufallen.  Das  Volkseinkommen  nimmt  je  nach  der
seiner  Vertheilung  eine  ganz  verschiedene  Gestalt  an.  Mäßige  und  verm  ^
bemessene  ünterne#ergeminne,  Sinsen  unb  2ö#e  gereid&en  míe
gemessene  greife  sunt  allgemeinen  3ßoi,k.  Bei  einem  ¡eben  ge!#"  ^
Ueberctniommen  besteht  ein  Interessengegensatz  und  die  Gefahr  des  iu:  ^
nach  übertriebenen  Unternehmergewinnen,  zu  hohen  Zinsen,  Löhnen  vder  ^
mäßigen  Preisen.  Deshalb  ist  es  Sache  einer  vernünftig  denkenden  u»v
Aufgabe  richtig  erfassenden  Regierung,  nöthigenfalls  zu  Wuchergesetzen,  Arv  ^
schnkmaßrcgeln  u.  dgl.  zu  greifen  und  dem  Haschen  der  Einzelnen  ^
mittelbarem  Privatvortheil,  welcher  dem  Ganzen  zum  Nachtheil  gereich,
drücklich  vorzubeugen.  Nur  müssen  sich  die  öffentlichen  Gewalten  stets  '  ^
faltig  davor  hüten,  in  dieser  Beziehung  zu  weit  zu  gehen,  damit
durch  eine  derartige  Intervention  angerichtete  Schaden  größer  sei  als  die
die  bekämpften  Uebel  hervorgerufenen  Nachtheile.  „ß
Nachdem  wir  diese  allgemeinen  Bemerkungen  vorausgeschickt,  "tup
nunmehr  die  genannten  Einkommenszweige  im  einzelnen  eingehender  bett
            
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