Full text : Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

2.  Kap.  Der  Unternehmergewinn.

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2rächt,  so  erscheinen  die  Gewinne,  die  manche  Unternehmungen  abwerfen
eit  höher,  als  sie  in  Wahrheit  sind.
Zweitens  muffen  die  durch  das  Annonciren  der  industriellen  Unternehmungen, ­
  der  Kaufläden  u.  s.  w.  verursachten  Kosten  sowie  diejenigen,  welche
^us  der  Tecorirung  der  Auslagen,  der  Wartezimmer  großer  Kleidergeschäfte
%  9i -  und  aus  andern  zum  Behufe  der  Anlockung  des  Publikums  getroffenen
branstaltungen  erwachsen,  in  Abrechnung  gebracht  werden.
Drittens  haben  wir  auch  die  Kosten  der  Versicherung  gegen  Verluste  und
'Erfolge  in  Rechnung  zu  setzen.  Es  ist  nicht  leicht  zu  bestimmen,  wie  viel
dleser  Hinsicht  in  Abzug  zu  bringen  ist,  da  man  in  den  verschiedenen

Land

selb  ern  Unb  unter  bcn  Angehörigen  der  einzelnen  Bevölkerungsklaffen  des-Landes
  unter  Verlust  und  Mißerfolg  so  Verschiedenes  versteht.  Die
tzrch  ^  hoch  M  niedrige  aber  sichere  Gewinne  im  Vergleich  zu
oöer  unsichern  stellen,  fällt  in  den  verschiedenen  Bevölkerungsschichten  im
A  h  an  3 U  dieser  oder  jener  Zeit  herrschenden  Anschauungen  und
^ndio>^^ŗukter  der  Nationen  sowie  auch  je  nach  dem  Charakter  der  einzelnen
Ş^ldualitäten  sehr  ungleich  aus.  Ja  es  läßt  sich  das  Risico  oftmals  über

nicht  genau  berechnen,
tzj^i'^înerhin  muß  man  daran  festhalten,  daß  man  behufs  Ermittlung  des
în,  '  .  Gewinnes  eines  verständigen  und  soliden  Unternehmers  nicht  eine

wme  in  Abrechnung  zu  bringen  hat,  wie  sie  erforderlich  ist,  um  jemanden

die

nus  rastlosen  Speculationen  erwachsenden  Verluste  zu  sichern.  Verhäà'

  nwuiļļiiwiu  3 U  [lincili.
^  'ge  Unternehmer  wissen  sich  eben  gegen  etwaige  Mißerfolge  so  zu  sichern,

?  Mlb'-b«'“  vnuuiyt  jj*.  ipc  i.  |  luye  ļu  zu  |IU;CIU,
Ul jļ er  bcm  Titel  der  Versicherung  von  dem  von  ihnen  gemachten  nomi-Gewinne
  nur  ein  geringer  Betrag  in  Abzug  zu  kommen  hat.
^Qn  nW  mU ^  baä  aU§  einem  Unternehmen  fließende  Einkommen  für  die
sinh  Ähnlichkeiten  entschädigen,  die  mit  dem  Betriebe  eines  solchen  verbunden
abty^ş  O  nnşi  3-  Ņ.  das  Geschäft  eines  Fleischers  einen  höhern  Mindestertrag
en  ols  dasjenige  eines  Goldarbeiters.  Dagegen  genügt  bei  Unterin ­
  ^gen,  welche  eine  angenehme  Beschäftigung  verschaffen,  und  überhaupt
fieîjļg  n^ņîgen  Ländern,  in  welchen  viele  Leute  um  jeden  Preis  als  selbständige
Zittii  ņternehmer  arbeiten  wollen,  obgleich  sie  im  Dienste  anderer  mehr  gebetg

 e jļ  knoten,  ein  verhältnißmäßig  geringer  Profit.  Sehr  häufig  beziehen
dies  nn  !  Ueine  Händler,  Krämer  u.  dgl.  von  ihrem  Unternehmergewinn  eine

ķth^ŗîņgere  Einnahme,  als  sie  durch  Arbeiten  um  Lohn  sich  verschaffen

'  stber  obgleich  sie  das  wiffen,  ziehen  sie  ihre  Unabhängigkeit  trotz  der
befundenen  Dürftigkeit  dem  verhältnißmäßigen  Ueberfluffe  vor,  den
Ş'ņ  Dienstverhältniß  verschaffen  würde.
toetfe  . 011  Hot  die  Behauptung  aufgestellt:  in  irgend  einer  beliebigen  Gegend
e,n  bestimmtes  Kapital,  in  welchen  Unternehmungen  es  auch  angelegt  sei,
            
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