Full text : Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

ÌMI

MW——M——————
WWMWMWWW»

2.  Kap.  Der  Unternehmergewinn.

313

rächten  nach  höherem  Gewinn  und  günstigern  Lebensverhältnissen  bildet  eine
er  mächtig^  Triebfedern  der  historischen  Entwicklung.  Auch  wirkt  dasselbe
^  "sellos  im  Sinne  einer  Tendenz,  die  alle  Gewinne  und  alle  Arbeitslöhne
Uf  ein  gleiches  Niveau  zu  bringen  sucht,  und  machten  sich  außer  diesem
d  rächten  keine  andern  Kräfte  geltend,  so  würde  das  erstrebte  Niveau  endlich
Deicht  werden.  Der  Reiz  der  Anschauung,  daß  dem  in  der  That  so  sei,
n  der  unter  dieser  Voraussetzung  angestellten  Berechnungen  erklärt  die  Beşi^ŗļîchkeit,
  mit  welcher  daran  festgehalten  wird.  Nichtsdestoweniger  erweist
du?'bselbe  als  unrichtig.  Das  Trachten  nach  höherem  Gewinn  und  die  da-^.rch
  hervorgerufene  Strömung  von  Arbeitskräften  und  Kapitalien  ist  nicht
,'einzig  ausschlaggebende  Kraft;  vielmehr  üben  die  Schwankungen  der  Erdie
  Elchen  die  Unternehmungen  unterliegen,  und  die  Irrthümer,  welchen
à  .  eschen  ausgesetzt  sind,  sowie  die  Tendenz  der  schon  seit  längerer  Zeit
Neļ,ŞîņŞ^  Ģeschäftszweige  thätigen  Producenten,  das  Aufkommen  neuer  Unter-^înungen
  durch  allerlei  Combinationen  —  vereinbarte  Verbilligung  der  Preise,
€ i ne m ° n  şpàter  wieder  zu  erhöhen  sich  vornimmt,  und  dergleichen  —  zu  vereiteln,
to Q fn  llcwz  entgegengesetzten  Einfluß  aus.  Darum  kommt  man  denn,  wenn
kip  î  ""â)  der  auf  eine  Gleichmachung  der  Gewinne  hinzielenden  Tendenz
ipê  so  weiten  Spielraum  gewährt,  dieser  Ausgleichung  dennoch  nie-Ģes
  ir  d^an  muß  daher  das  Streben  aufgeben,  die  volkswirtschaftlichen
tzö?'  äu  ermitteln,  deren  Walten  ein  »normales  Niveau'  der  Preise,  der
t tQ lle  und  der  Unternehmergewinne  zur  Folge  haben  soll.  Die  Ueber-911119^1
  von  Arbeitskräften  und  Kapitalien  von  einem  Productionszweige
c ’ ncn  andern  beweisen  offenbar  die  Thatsache,  daß  hinsichtlich  der  Löhne
sache  ^nternehmergewinne  Verschiedenheiten  bestehen,  sind  aber  nicht  Urdjx/ņ
  das  Verschwinden  dieser  Ungleichheiten;  im  Gegentheile  können  sie
aiişie  Gleichheiten  unter  Umständen  sogar  noch  vergrößern.  Tenn  wenn
tvex^Oì^antlich  hohe  in  einem  Productionszweige  erzielte  Gewinne  bekannt
kkjch^  o^d  dann  trotz  der  rasch  vorübergehenden  Gelegenheit  zu  solchen  zahl-0.»
  "Ule  Unternebmiinopn  hipfpr  9Trf  in  (ïrÜAffimn  'llrnfifpä  itiâ

hiebet  1,CUe  Unternehmungen  dieser  Art  in  Erhoffung  großen  Profites  ins
í°nbpvv^ eCll ^ en  werden,  treten  nicht  selten  nicht  nur  bittere  Enttäuschungen,

%  T* 1  ouch  eine  derartige  Preisermäßigung  der  betreffenden  Produkte  und
^înken  des  Unternehmergewinnes  ein,  daß  viele  Fabriken,  Verglich^ ­
  andere  Etablissements,  von  welcher  Art  die  von  einer  solchen  plötzşeiņ
  î  Concurren;  in  Mitleidenschaft  gezogenen  Unternehmungen  auch  immer
ņwģen,  kaum  ihr  Dasein  fortfristen  können.

%

- i uete  V  .  --7—  T  «  "  '  ş  —
picht  .  oarartlge  Verbindungen  von  so  geringer  Bedeutung  seien,  daß  sie  gar
t-  1  lN  >  c  xi^  .

aber  insbesondere  die  Behauptung  anbelangt,  daß  Cartelle  und

sie  î"  Berechnung  gezogen  zu  werden  brauchten,  so  ist  dieselbe,  auch  wenn
Ricardos  Zeit  richtig  gewesen  sein  sollte,  heutzutage  absolut  falsch.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.