Full text : Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

6.  Kap.  Die  Berechtigung  des  Reichthums.

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Frankreich  ist  das  Patronage  im  großen  Maßstabe  schon  ziemlich
en  Datums,  und  die  von  seiten  der  dortigen  Unternehmer  ins  Leben  aesenen
  Wohlfahrtseinrichtungen  sind  vielfach  als  geradezu  mustergiltig  zu  besickt
  eN'  Ļeider  gibt  es  bisher  noch  kein  Werk,  welches  eine  allgemeine  Ueberlyt
  à  die  Zahl  der  Unternehmungen,  in  denen  solche  Einrichtungen
stehen,  und  über  die  Beschaffenheit  und  den  Umfang  der  sämtlichen  Inutwnen
  dieser  Art  gewähren  würde.  Wir  müffen  uns  daher  mit  dem
fomf"  ^ inmei§  auf  einige  Beispiele  begnügen,  aus  denen  sich  nicht  allzu
Ņr  einige  Schlüffe  allgemeiner  Natur  ziehen  laffen.
Was  zunächst  die  Zahl  der  Unternehmungen  anlangt,  in  welchen  derder'm
  ,0CÍ0Í  Unb  wirtschaftlich  heilsam  wirkende  Institutionen  zu  Gunsten
^  /lrbelter  bestehen,  so  besitzen  wir  über  das  Seinedepartement  sehr  intereffante
Best  ?  luffe,  aus  denen  sich  nicht  unbegründete  Vermuthungen  hinsichtlich  des
şo'îehens  ähnlicher  Verhältniffe  in  den  übrigen  industriellen  Departements
di,  «  6ereii§  à  angezogene  Aufsatz  Arthur  Fontaines  über
E>ià?"îşşe  der  erwähnten  Enquête  des  Office  du  travail  bringt  in  dieser
'New?  ^  foIflenben  Daten:  In  den  25%  der  470  beobachteten  Etabliffeschà'^Ş
  oOo/o  der  Arbeiter  der  Gesamtzahl  dieser  Unternehmungen  beb
 ie  9s l 'l ten  '  ^ sltten  bie  Arbeitgeber  Hilfskassen  ins  Leben  gerufen,  bei  welchen
tzkjst,/  eitcT  ölelfach  wöchentlich  50  Centimes  einzuzahlen  hatten,  während  die
also  h  f n  bCr  Unternehmer  größere  Verschiedenheiten  auswiesen.  Es  waren
Mtoff  0nberä  die  größern  Etablissements.  welche  in  dieser  Hinsicht  Vorsorge
reich  ^ntten.  Jedoch  auch  die  kleinen  Brodherren  erwiesen  sich  häufig  hilftzà
  î" b ow  şw  Zwar  keine  Kaffe  gründeten,  aber  den  kranken  Arbeitern  ihren
U n f oiii em r e  3eitiöng  ganz  oder  zum  Theil  weiter  zahlten.  Was  sodann  die
Untev,  7 ,,CÍ,erun9  betrifft,  so  hatten  40%  der  der  Enquete  unterworfenen
¡ C ’ mci  'br  Personal  versichert  —  ein  sehr  günstiger  Procentsatz,  wenn
tisico  Í  -  '  b ^şi  bei  vielen  Zweigen  der  Industrie  in  dieser  Hinsicht  kein
Arbeit  Ģbt.  Die  Goldarbeiter,  die  Schneider  und  andere  Kategorien  von
bo%  ^ 111  bedürfen  ja  dieser  Art  der  Versicherung  nicht.  Dagegen  waren
fahrx/"  m  ben  Unternehmungen  der  Holzindustrie,  deren  Betrieb  mit  Gefog
 Qŗ  darbunden  ist,  Beschäftigten  80  und  von  den  Arbeitern  der  Eisenbranche
batera?  ^  versichert,  und  man  kann  sich  der  Hoffnung  hingeben,  daß  alle
^ehr  ^wer,  deren  Arbeiter  derartigen  Gefahren  ausgesetzt  sind,  mehr  und
zur  Versicherung  derselben  schreiten  werden.
bo%  '  "ì  bie  Altersversicherung  hatten  elf  Etablissements,  die  natürlich  sämtlich
ilmfang  waren,  da  ein  jedes  im  Durchschnitt  350  Arbeiter
durch  Schaffung  besonderer  Kaffen  gesorgt.  In  kleinern  Unter-^ichfall-^
  ^" b  ^ olcbe  Waffen  nicht  lebensfähig.  Acht  andere  und  zwar
*  meist  große  Unternehmungen  sicherten  ihren  Arbeitern  eine  solche
            
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