JA
DAS HOTEL- UND GASTGEWERBE
Blätter überhaupt genügend Zustrom nach dem Orte erfolgt.
Hierbei flechte ich ein: Die Aufgabe einer tüchtigen Kur-
direktion oder Verkehrsbureauleitung ist es, genaue Statistik
darüber zu führen, aus welchen Provinzen und größeren
Städten (von 30.000 Einwohnern aufwärts) die Gäste des Ortes
stammen. Diese Statistik ist für die Reklame äußerst wichtig.
Entweder kann man Zeitungen jener Provinzen oder Städte,
von denen statistisch nachweisbar nur wenig Besucher kommen,
bei Vergebung der Kollektivanzeige ausschließen oder man
kann dort‘auch mal eine ganz besonders intensive Propaganda
entfalten.
8. Es ist darüber zu wachen, daß nicht Hotels und Fremden-
heime mit Geschäften zusammengekoppelt werden, die gar
keine Berührungspunkte miteinander haben, und wodurch die
Wirkung der Anzeige beeinträchtigt werden könnte!
Diese drei Punkte sollten von denen, die die Mittel für die
Kollektivreklame aufbringen müssen, unter allen Umständen
nachgeprüft und ihre strikte Beachtung müßte gefordert
werden.
Zur technischen Gestaltung der Kollektivanzeige gilt zwar
im allgemeinen, was ich schon in „Die technische Gestaltung
des Inserats‘“ und „Das Kennzeichen“ gesagt habe, es sind aber
doch noch ein paar Worte nötig.
Meiner Ansicht nach hat die Kollektivreklame nur dann
Sinn, wenn sie sich durch ihre technische Ausführung aus dem
Alltäglichen heraushebt; wenn ein Satzbild erreicht wird, das
der Einzelinserent mit Rücksicht auf den Raum und auf die
Kosten eben nicht erreichen kann. Der fertige Entwurf zur
Kollektivanzeige muß den Zeitungen und Zeitschriften von der
Kurdirektion oder dem Fremdenverkehrsverein geliefert wer-
den. Entweder muß die ganze Anzeige klischiert sein — was
das Richtigste wäre — oder es müssen wirkungsvolle Rand- und
Vignettenklischees so reichlich beigegeben werden, daß die
Alltäglichkeit, die Schablone vermieden ist. Die Lieferung von
fertigen Klischees, eventuell auch von den so bequemen
Matrizen, die man selbst durch tüchtige Fachkünstler herstellen
ließ, ist auch bei solchen Zeitungen und Zeitschriften möglich,
die im Rotationsdruckverfahren hergestellt werden. Jede xylo-
graphische Anstalt kann dem Kurdirektor, dem Fremden-
verkehrsverein usw. hierüber Auskunft geben.