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II. HÄUPTTEIL.
ihrer mißlichen Lage trennen sie sich noch nicht vom Stadt
leben, sie warten ab, daß die Krise überwunden werde.
Milliarden an Erwerbslosenfürsorge werden unproduktiv
vom Reich verausgabt, unserer Landwirtschaft mangelt
es an Arbeitskräften, aus dem Ausland muß für Milliarden
Mark das Brot eingeführt werden.
Im Rahmen dieser Abhandlung können wir nicht auf
alle Schwierigkeiten und Hindernisse eingehen, die sich der
notwendigen Umgruppierung unserer nationalen Arbeits
kräfte entgegenstellen. Wir können nur auf einige der
wichtigsten Hemmungen und ihre mögliche Bekämpfung
inneren Kolonisation, von der Ueberführung städtischer in
erster Linie industriell gewerblicher Arbeitskräfte aufs
Land, müssen wir entwerfen, weil von der Lösung dieses
Problems die Gesundung unserer zerrütteten wirtschaft
lichen Lage abhängt, und infolgedessen auch die Einwande
rung der vertriebenen Elsaß-Lothringer und ihre Eingliede
rung in die deutsche Volkswirtschaft nur richtig beurteilt
werden kann unter dem Gesichtspunkt der notwendigen
Reagrarisierung Deutschlands!
Wir fassen nochmals zusammen: Unsere Industrie ist
durch Verringerung ihres Absatzes auf dem Weltmarkt
und dem inneren Markt, sowie durch die Einengung ihrer
Rohstoffbasis nicht mehr in der Lage, die gleiche Zahl von
Arbeitskräften zu beschäftigen und zu ernähren, wie vor
dem Kriege. In unserer Landwirtschaft und in unserer
Rohstoffproduktion ist Mangel an Arbeitskräften. Bei rich
tiger Intensivierung unseres landwirtschaftlichen Betriebes
könnten wir die Ernährung unseres Volkes sichern 1 ). Theo-
1) Prof. Dr. Backhaus stellt folgende Berechnung auf:
10 ha Land beschäftigen;
extensiv bewirtschaftet
mittelmäßig „
intensiv „
10 ha Land ernähren:
mittelmäßig „
intensivj „
1 Arbeitskraft
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