Geld und Waare.
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tiven“ Werth giebt es nicht ausser in dem Sinne, dass
eine Sache für alle Personen ohne Unterschied Werth
resp. den gleichen Werth besitzt, und nur die Um
stände des Ortes und der Zeit eine Ungleichheit im
Werthe derselben bedingen. Denn aller Werth beruht
in letzter Instanz auf einem geistigen Vorgang oder
setzt eine Werthschätzung voraus. Und zwar ist
es im wirthschaftlichen Leben immer nur die Herrschaft
über die Dinge oder der Besitz, welcher das Object
der Werthschätzung bildet. M. a. W. aller Werth
schätzung, der man im wirthschaftlichen Leben begeg
net, liegt ein Besitz- resp. Erwerbsinteresse zu Grunde;
ja dieses bildet sogar den einzigen Inhalt derselben.
Wenn man z. B. sagt, das 'Gold hat einen höheren ^
Werth als das Kupfer, so heisst das im Wesentlichen
nichts anderes, als dass — aus welchen Gründen oder
Ursachen, ist für die vorliegende Frage d. h, für den
Begriff des Werthes vollkommen gleichgültig —
auf den Besitz einer bestimmten Quantität, z. B. einer
Unze, Gold mehr Gewicht gelegt wird, als auf den
Besitz der gleichen Quantität Kupfer. So dass also
auch, für bestimmte Personen und an einem bestimm
ten Ort und zu einer bestimmten Zeit, alle Arten von
(lüter in gewissen QuantitätsVerhältnissen einander im
Werthe gleich sind, oder Aequivalente bilden, und nur