Full text : Tonkunst, Bildende Kunst, Dichtung, Weltanschauung (E,1.1902)

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OESTERREICH.  —  Finanzen  (Budget).

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Bedarf  davon  aasterordentl.
319’244,S2fl  57’4SS,.591

12’7GT,S7li
7’S73,477
3’010.112

3’SS2,131

499,<97
147,77S
21,195
7’352
17’091,2S5
1’7S7,4G6

lastung  7’583,5G6,  Pensionen  etc.  Il’UJ  2,693,
—  Zinsen  der  Staatsschuld  114’5O3,9S0,  Tilgung ­
  41’430,143,  —  Betrieb  der  Staatsanstalten ­
  etc.  53’50S,274  [dabei:  Erhebung  der  Verzehrungssteuer ­
  2’077,3Ü3,  des  Zolls  1N92,022,
Salz,  sammt  Ih-oductionspreis  6’S32,517,  Tabak
ditto  30’049,344,  Lotto  11’5S7,33G]  ;  —  Verwal-  .
tung  der  Staatsgüter  6’4G5,74G,  der  Forsten
8’758,SGG,  der  confise.  Güter  388,G28,  der  Fabriken ­
  1’530,810,  der  Bergwerke  30’583,050,
des  Münzwesens  1G’535,G33
■  Minist,  f.  Handel  u.  Volkswirthschaft  (dabei:
Post  9’79G,832,  Telegr.  2’3G3,54G)  ....
13.  Minist,  der  Justiz
1  e'  d.  Polizei  (dabei  :  PolizeiwacheSo3,G31)
13.  Controlbehörden  (darunter  :  Militärrechnungs-Depart.
  1/105,450)
IG.  Kriegsminist,  (dav.  5’300,000  zur  Xachschaffung
  von‘Waffen)  IOG’841,140
1  Marineminist,  (dav.  1’33G,S69  f.  d.  Häfen  etc.)  9’599,305
Zusammen  (437’491,559  im  ord.  Etat)  Fir520’754,348  83’2G2,7M
P'ür  den  ganzen  Zeitraum  von  14  Monaten  (1.  Xov.  1S63  bis  31.
Dec.  1864)  stellt  sich  übrigens  die  Einnahme  auf  569  5  17,335,  der  Bedarf ­
  auf  614’260,059  Fl.
Zu  »Einnahmen.«  Es  sind  nicht  mehr  blos  die  Netto-,  sondern  die
Brutto  -  Summen  vorgetragen,  was  nur  zu  billigen  ist.  Rechnen  wir  die
Betriebs-  und  Erhebungskosten  mit  123’465,651,  dann  die  von  Veräusserungen
  herrührenden  Beträge  mit  20’629,8l0  ab,  so  stellt  sich  die
tein-Einnahme  auf  344’357,614  p'l.  Beseitigen  wir  die  nicht  zu  qualificirenden
  Posten,  so  liefern  ungefähr;
das  unmittelb.  Staatseigenthum  12’84G,000  =  3,75  Proc
die  directen  Steuern  ....  133’757,000  =  39,04  -
die  indirecten  Auflagen  .  .  ._195’998.000  =  G7,21  -
342’G017ooo  =  7(70,00"  -
Ebenso  wie  in  England  und  Frankreich  ftlllt  hier  der  geringe  Ertrag  der
Domänen  auf.  Vieles  ward  früher  verschleudert;  noch  mehr  im  Drange
er  Neuzeit  verkauft.  Dazu  kommt  eine  unzweckmässige  Bewirthschafrimg
  des  Vorhandenen.  *)  Das  Besteuerungs  wesen  ist  gleichfalls  in
vielen  Beziehungen  übel.  Man  war  genöthigt,  die  directen  und  indi-^ecten
  Steuern  möglichst  in  die  Höhe  zu  treiben  ;  dessen  ungeachtet
konnte  man  nicht  einmal  annähernd  eine  Ausgleichung  mit  dem  Bedarfe
erzielen.  Viele  Auflagen  treffen  die  nothwendigsten  Lebensbedürfnisse  :
ro  ,  Pleisch,  Salz.  —  In  den  16  Jahren  1845—60  sind  allerdings  die
er  entliehen  Einnahmen  um  137,  es  sind  daneben  aber  die  ordentlichen
usgaben  um  191  Mill,  gewachsen.  Da  die  Bevölkerung  des  Steuerezirks
  184  5  nur  22%  Mill.  Menschen  betrug,  so  hätte  man,  nach  den
starken  Erhöhungen  der  Steuern  und  nachdem  Ungarn  dem  östeiTei-7

  einer  Angabe  sollen  die  Staatsdomänen  noch  eine  Ausdehnung
on  ))  120,332  Joch  besitzen;  sie  haben  aber  in  den  Jahren  1852—Gl  durchschn.
nur  3  oG8,000  fl.  ertragen.  Ihr  Werth  wird  auf  24G  Mill.  fl.  geschätzt.  —  Die
allein  umfassen  zufolge  einer  Vorlage  an  den  Reienstag  vom  1.  Oct.
ï'G3  4  145,700  Joch  ;  jene  Schätzung  ist  also  offenbar  zu  niedrig.
            
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