fullscreen: Die Kaufkraft des Geldes

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VIII. Kapitel. 
Was die Übergangsperioden anbelangt, so haben wir gesehen, daß eine 
Vermehrung in G nicht nur auf die p eine Wirkung ausübt, sondern auf alle 
Größen der Verkehrsgleichung. Im vierten, von den Übergangsperioden 
handelnden Kapitel sahen wir, daß diese Vermehrung G' nicht nur im nor 
malen Verhältnis zu G erhöht, sondern häufig zeitweilig über dieses Ver 
hältnis hinaus. Ebenso haben wir gefunden, daß eine Zunahme in G zeit 
weilig auch U und TJ' beschleunigt. 
Während sich TJ und ü' gewöhnlich in gegenseitiger Übereinstimmung 
bewegen, so können sie sich, wenn eine Panik das Vertrauen in Bank 
depositen herabsetzt, wie bereits früher erwähnt, in entgegengesetzter 
Richtung bewegen. Dann wird so schnell wie möglich mit Depositen und 
so langsam wie möglich mit Geld ausgezahlt — letztgenannte Tendenz 
wurde „Thesaurieren“ genannt. 
Auch haben wir gefunden, daß eine Zunahme in G während einer Preis 
steigerungsperiode die Q anspornt. Und schließlich sahen wir, daß ein Ab- 
nehmen in G die entgegengesetzten Wirkungen hervorruft, indem es U und 
V vermindert, G' nicht allein absolut genommen, sondern auch im Verhält 
nis zu G verringert und die Q vermindert, teils wegen der Abneigung, zu 
niedrigen Geldpreisen, die nur als vorübergehend angenommen werden, zu 
verkaufen, teils wegen eines bei Verkäufen stattfindenden partiellen Er 
satzes von Verkäufen durch Akte des Tauschhandels; denn wenn G ganz 
plötzlich reduziert werden sollte, so würde irgendein Weg ausfindig zu machen 
sein, den Handel im Gange zu halten, und es würde trotz der Nachteile des 
Tauschhandels zeitweilig zu diesem Zuflucht genommen werden. Dies würde 
einige Erleichterung schaffen, doch würden die damit verbundenen Nachteile 
die Verkäufer veranlassen, Geld zu verlangen, wenn immer die Möglichkeit 
hierzu vorhanden ist, und weiterblickende Käufer würden sich rechtzeitig mit 
Geld versorgen. Die starke Nachfrage nach Geld würde dessen Wert in die 
Höhe treiben — das heißt, die Preise anderer Dinge herabsetzen. Das so sich 
ergebende Sinken der Preise würde die zur Erledigung der nötigen Geschäfte 
erforderlichen Umlaufsmittel zulänglich erscheinen lassen und somit den 
Tauschhandel weniger notwendig machen. Das Fallen der Preise würde 
anhalten bis der dem Nachteil des Tauschhandels zuzuschreibende abnorme 
Druck aufhört. Tatsächlich ist jedoch in der heutigen Welt selbst eine 
solche zeitweilige Zuflucht zum Tauschhandel ohne besondere Bedeutung. 
Die Annehmlichkeit des Austausches durch Geld ist soviel größer als die des 
Tauschhandels, daß die Preisanpassung fast sofort geschieht. Wenn der 
Tauschhandel als ein Mittel zur Erleichterung einer Geldknappheit ernstlich 
in Erwägung gezogen werden muß, so lassen wir ihm volle Gerechtigkeit
	        
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