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2^2 Einleitung zum zweiten Theile.
deutschen Ungeübten die Benutzung des Schragenbuches zu erleich
tern und zugleich eine praktische Verwendung desselben in Hand
werkerkreisen, in denen sich die Zünfte und die Erinnerung an
eine glänzende Vergangenheit derselben bis auf den heutigen lag
erhalten haben, bequem zu machen, sind einige mehr oder weniger
fremdklingende Deklinations- und Verbalformen in die alphabetische
Reihenfolge des Glossars aufgenommen.
Die literarischen Hilfsmittel reichten nicht überall aus, und es
mussten mitunter Zweifel und Vermuthungen ausgesprochen werden-
Alle bisher unbekannten Wörter wie auch die Bezeichnungen mü
abweichender, zweifelhafter oder unerklärt gebliebener Bedeutung
sind mit Belegstellen versehen worden. Das sprachliche Materia
gegenüber dem Wörterschatze der Hamburger und Lübecker
Schrägen weist manches Eigenartige auf und dürfte die Beachtung
der Sprachforschung verdienen. Zur Erklärung der Bedeutungen
wurden folgende Werke herangezogen: Schillers und Lübbeiis
mittelniederdeutsches Wörterbuch, i88i ; mittelniederdeutsches
Handwörterbuch von Aug. Lübben und Chr. W alter, 1888,
Glossare zu den älteren lübeckischen Zunftrollen von C. Wehrmann,
1872, zu den ältesten hamburgischen Zunftrollen und Brüderschafts-
Statuten von Dr. O. Rüdiger, 1878, zu dem Liv-, Est- und Curian-
dischen Urkundenbuche, Bd. 4 und Bd. 5; Korrespondenzblatt des
Vereins für niederdeutsche Sprachforschung, 1876-1889; Wörter
schätz der deutschen Sprache Livlands von W. v. Gutzeit, 1859—1^9^'
C. Mettig.