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Bäcker und Brauer.
16) Uncle wer iclt ock, dat manck uns in unser cumpanie unser
en den andern mit worten-miszhandelte unnd vorsprecke, dat m<ic
man under uns in redelicheit verglicken ane blauw und bloet, unce
dat deine rechten thogehöret, dat schall men vor den voget bringen-
17) Jedoch beholden deme rade tho Riga de overste handt m
dessen artickeln vorgeschreven b
5. Bäcker und Brauer.
Rathsverordnung vom Jahre 1412.
De Bursprake des jares unses heren dusent veerhundert twelve. L. Napier^*^^’
Die Quellen des Rigischen Stadtrechts. S. 221, 82 u. 83, S. 222, 83.
Vortmer so bud dee rad den beckern uncle bruwern, dat see
backen unde bruwen na der tycl.
Item bud dee rad enem ysliken beckere, dee dar weghe bacK^^^
wil, de sol so Schoneroggen uncle spysebrod by dem wetenbro
hebben und recleliken na de tyd by 10 mrc.
6. Bäcker.
Schrägen vom 29. September 1487.
Schragenb. d. Gesellsch. f. Gesch. u. Alterth. in Riga, Bl. 21 u. 22.
Der becker schrägen.
Anno Domini tusendt veerhundert in deme soven unnd acht^^^
tigste jahre up dat feste sancti Michaelis archangeli (29. Septem
ist dorch bede der samptbecker nah bevehle, fulbordt und
vunge des ersamen rades tho Rige dorch de ersame herren 1
Metelen,2 ^etse Sulcken» tho den tyden der vorbow^ statt kemm^^^
uthgesettet und gegeven den ergenanten samptbeckern dusse
bestemede schräge.
1 Eine hochdeutsche Übersetzung dieses Schragens (im Schragenb.
im Rig. Stadtarchiv) ist von dem „Ambt Herr Ludwig Hintelmann D.
gest. 1643) unterschrieben, woraus hervorgeht, dass der älteste Bäckerschrag
ganz geringen Abänderungen noch im Anfänge des 17. Jahrhunderts tieltung gc^
2 Böthführ, Die Rigische Raihslinie, Nr. 375.
3 Ibid. Nr. 38g.
4 Wird wohl in der Vorlage vorbenomet gestanden haben.