Full text : Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

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Böttcher.

17.  Böttcher.
Schrägen  vom  8.  Juli  1581.
Schrägen!),  d.  Gesellsch.  f.  Gesch.  u.  Altcrth.  in  Riga,  Bl.  93  96.
Der  boddeker  schrägen.
Kündt  unnd  offenbar  sey  menniglichen  demnach  eur  erhar
rath  von  olderman  unnd  eltisten  des  boddekersliandtwercks  bittlid'
ersucht  unnd  angelanget,  sintemall  ihr  alter  schräge  ihnen  von
vielen  jharen  von  ihren  Vorfahren  gegeben,  nach  itziger  zeit  unnd
gelegenheit  nhumehr  nicht  gerichtet,  ihnen  die  gunst  zu  erzeig^^'^’
dann  it  derselbe  corrigiret  unnd  nach  notturft  und  erheischung  jeg^n'
wertiger  leuffte  geendert  und  gebessert  werdenn  mochte,  worinn^n
ihnen  ein  erbar  rath  der  pilligkeit  nach  zu  wilfharen  erachtet  unnd
vorermelte  alte  schräge  durch  ihre  verordnete  amptherrn,  alsz  di^
achtbarnn  unnd  wolweysen  herrn  Nielas  Ficken*  unnd  herrn
gern  zur  Horsten*,  endern  unnd  von  ne  wen  bestettigen  lassen,
massen  wie  folget.
1)  ®  Fürs  erste  soll  eine  igliche  tonne,  so  im  ampte  gemacld
wirdt,  halten  zwey  unnd  neuntzigk  stöpe,  die  halbe  tonne  secl>^
unnd  viertzigk  stöpe,  ein  vierteill  aber  drey  und  zwantzigk  stöp^’
wer  diese  stucke  eins  oder  mher  ringer  machen  wurde,  soH
poen  vier  marck  verfallen  sein;  wer  sie  aber  über  einen  sto
grösser  machen  wurde,  soll  im  amj)te  dafür  gebuerlichen  al)tG*k
zu  thun  schuldig  sein.
2)  Item  wan  der  elterman  mit  eines  erbarn  raths  massen
ampt  umbgehet,  unnd  einem  jeden  angesagt  wirdt  im  ampto
erscheinen,  unnd  derselbe  sich  nicht  einstellet,  der  soll  verbrochen'*
habenn  drey  marck.
3)  Item  so  einer  an  den  tonnen  bruchfelligk  befunden
mit  einem  S])inte,  vom  spuntloche  an  bis  zum  ende  hinausz,
soll  eine  marck  verbrochen  haben,  unnd  der  sich  darwider  nO
lehnet,  soll  dafür  abtragk  zu  thun  schuldig  sein.
4)  Da  auch  der  muthwill  so  grosz,  das  er  deshalb  pilligh  '
die  amptherrn  zu  bringen  unnd  die  straffe  zu  derselben  erken^**^
stellen.

*  Böthführ,  Die  Kigische  Rathslinin,  Nr.  489.
2  Ibid.,  Nr.  510.
"  Die  Zahlen,  welche  von  anderer  Hand  sind,  gehen  in  der  Vorlage  nur  bis  Ar*'
            
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