Böttcher.
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20) Item SO sich ein meister wurde in unserm ampte befreien
einer person, die beruchtiget were, oder wurde beruchtiget
^•ind sich des nicht entlegen konte, der soll des anipts verfallen sein.
21) Imgleichen so ein meister eine persone nheme, welche
'Onerhalb gebuerender zeit oder sonst zu fro queme, so soll
das ampt unnd die bruderschaft meiden, es mochte dan ge-
^^helien durch vorbitte, das sie sich mit den amptherrn unnd dem
^^pte vertragen mochte.
22) ' Item so etwa in dem boddekerampte bönhasen vorhanden
''^^en unnd hetten nicht amptsgerechtigkeit gethan soll solches dem
^^ptherrn kundt gethan unnd nach verhör unnd erkentnus der-
^^Iben, ob die besuchung zuzulassen oder nicht, uhrlaub von ihren
gebetenn unnd genommen werden.
^3) Wan auch ein ampt mit den eltisten zusammen ist, unnd
oder mher der amptbrueder sich mit wörten oder wercken
^^thwilligk anstellen unnd unlust anregen wurde, soll dem amjjte
marck verhöret haben.
24) Begebe sich auch, das einer mit frevell
dem ampte gienge, ohne des eltermans wissen
Sechs marck verbrochen haben.
oder muthwillig
und willen, der
^5) Gleichergestalt so ein geselle von seinem meister freventlich
“""'1 muthwilligk scheiden thette, derselbe soll in straffe eines
talers verfallen sein.
Da sichs auch zutragen wurde, das ein Undeutscher holtz
kauffe bringen unnd geldt daruff begeren wurde, so soll derselbe
lister, dem solch holtz angebotten wirdt, es den andern brüdern
unnd kundt thun, das ein jeder bruder sein geldt mit zu-
angesehen, das wer mit zuleget, auch mit zu teilen haben wirdt.
j 27) Ferner soll dem handtwercke der boddeker gentzlich ver-
^ sein jemanden zu gestatten sich in das amjjt ohne wissen
^ulasz der amptherrn einzukeuffen.
j Letzlich soll einem jeden meister ernstlich auferlegt unnd
sein, seine tonnen unnd was er sonsten arbeitet, vor die
l '^Kkeit also zu geben, das darüber einem erbarnn rathe oder
(1¡*^. ^^'B^kernn keine klage komme, unnd wisse sich ein jeder
^^^Is fur sch ade nn zu hueten.
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anderer Hand
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