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Grosse Gilde.
wicht und wage und aller bröderliken freiheiten, hörgerliken nahrung^
vermöge statüti, welckes besagt, dat nemandt borgernahrung àoe
sali, he sy den ein broder der beiden gilde.
36. Die Grosse Gilde.
Schrägen vom Jahre I610.
Arch. d. Grossen Gilde in Riga, Folioband in gepresstem Lederdeckel
zwei Messingschliessen, Schrägen Nr. 88. Auf Bl. 4—15 folgt nach der „g
druckten Einleitung (Bl. 2 u. 3) der Schrägen von 1354 in hochdeutscher :er
und mit einigen Abänderungen, die als Fussnoten zum Schrägen vom Ja r
angegeben sind. Die Inhaltsangaben der einzelnen Artikel sind mit * ^ . gn-
an den Rand geschrieben. Eine spätere Abschrift im Stadt-Arch.; Gi e
Sachen I, 9- . , Tebud
Anno der minderen Zhall nach der gnadenreichen
unsers Herrnn Heilandes und Selichmachers Jesu Christi 1610
der Her Alterman Antonius Frölich nach altem löblichem Gebra^^^
einen StöeEen auff der grossen Cdldestuben ankündigen
mit Bewilligung Elterleutte und Eltisten sampt der gäntzen erD_^^
Brüderscham, und nachdem das menschliche (Geschlecht jecz
der leczten kalten und veralten Welt ann Schwachen des
und der (Gedechtnus vielmehr unterworffen ist, wie man mn vi
Historien findet, als für langen Jahren nicht gewesen, auch
Menschen Alter sich nicht weit erstrecket, auff das alsz í er
Mensche vonn dem andern hören, lernen und erfahren möc
inn ihren (Gedechtnussen haben, propagiren und vortseczen,
fur Ciebreuche fur undencklichen Jahren hero bey dieser lo ’
Companey der grossen (Gildestuben im (Gebrauch gewesen
weiln nichts verschrieben, dahero dann grosser Mangel gesp
unter Elterleutten und Eltisten, die jetziger Zeit gelebet,
sachen, wie angeczogen und dann auch, das der eine nact
andern durch den zeitlichen Todt wird weggeraffet, alsz
schier umb die Wissenschafft der wolhero gebrachten
(Gebreuchen dieser (Gildestuben gekommen und auch künfftig k ps
solte, darum!) man hochnötig erachtet, das men dieselbigen in
verfassen und inn diesem Buche verschreiben lassen, welch
durch viele M^ege ist behindert worden, bisz das ich, An
Frölich, Anno 1613 leider andermählig in der Altermanscha
habe müssen ziehen lassen, da ich dan bey dieser auch
.
1 In allen dem Schragenbiiche Nr. 88 entlehnten Stücken ist auflallen*
statt /r fast immer cs geschrieben.