Full text: Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

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Grosse Gilde. 
wicht und wage und aller bröderliken freiheiten, hörgerliken nahrung^ 
vermöge statüti, welckes besagt, dat nemandt borgernahrung àoe 
sali, he sy den ein broder der beiden gilde. 
36. Die Grosse Gilde. 
Schrägen vom Jahre I610. 
Arch. d. Grossen Gilde in Riga, Folioband in gepresstem Lederdeckel 
zwei Messingschliessen, Schrägen Nr. 88. Auf Bl. 4—15 folgt nach der „g 
druckten Einleitung (Bl. 2 u. 3) der Schrägen von 1354 in hochdeutscher :er 
und mit einigen Abänderungen, die als Fussnoten zum Schrägen vom Ja r 
angegeben sind. Die Inhaltsangaben der einzelnen Artikel sind mit * ^ . gn- 
an den Rand geschrieben. Eine spätere Abschrift im Stadt-Arch.; Gi e 
Sachen I, 9- . , Tebud 
Anno der minderen Zhall nach der gnadenreichen 
unsers Herrnn Heilandes und Selichmachers Jesu Christi 1610 
der Her Alterman Antonius Frölich nach altem löblichem Gebra^^^ 
einen StöeEen auff der grossen Cdldestuben ankündigen 
mit Bewilligung Elterleutte und Eltisten sampt der gäntzen erD_^^ 
Brüderscham, und nachdem das menschliche (Geschlecht jecz 
der leczten kalten und veralten Welt ann Schwachen des 
und der (Gedechtnus vielmehr unterworffen ist, wie man mn vi 
Historien findet, als für langen Jahren nicht gewesen, auch 
Menschen Alter sich nicht weit erstrecket, auff das alsz í er 
Mensche vonn dem andern hören, lernen und erfahren möc 
inn ihren (Gedechtnussen haben, propagiren und vortseczen, 
fur Ciebreuche fur undencklichen Jahren hero bey dieser lo ’ 
Companey der grossen (Gildestuben im (Gebrauch gewesen 
weiln nichts verschrieben, dahero dann grosser Mangel gesp 
unter Elterleutten und Eltisten, die jetziger Zeit gelebet, 
sachen, wie angeczogen und dann auch, das der eine nact 
andern durch den zeitlichen Todt wird weggeraffet, alsz 
schier umb die Wissenschafft der wolhero gebrachten 
(Gebreuchen dieser (Gildestuben gekommen und auch künfftig k ps 
solte, darum!) man hochnötig erachtet, das men dieselbigen in 
verfassen und inn diesem Buche verschreiben lassen, welch 
durch viele M^ege ist behindert worden, bisz das ich, An 
Frölich, Anno 1613 leider andermählig in der Altermanscha 
habe müssen ziehen lassen, da ich dan bey dieser auch 
. 
1 In allen dem Schragenbiiche Nr. 88 entlehnten Stücken ist auflallen* 
statt /r fast immer cs geschrieben.
	        
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