Full text : Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

Grosse  Gilde.

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4*  Wann  aber  so  viel  Gerdesleute  nicht  verbanden,  welche  die
^ästerey  inn  der  Kammer  fur  Vastelabendt  auszrichten,  als  zwey
^^er  mehr,  welchen  dan  fur  diessmahll  das  Hrawen  auiferlegt
^Grden  kan,  so  soll  es  hinfort  also  gehalten  werden,  das  fur  allen
^^ingen  die  Männere,  so  die  (lästerey  auszrichten,  verbanden  sein,
müssen  beide  Chemmerere  das  gancze  Hier  brawen  oder  brawen
^^ssen;  wann  aber  mehr  Gerdersleute  verbanden,  wie  vorhin  gedacht,
^^Iche  die  Gästerey  inn  der  Kammer  auszrichten  können,  es  sey
oder  zwey,  denselben  wirtt  man  je  und  allewege  altem  Gebrauche
ein  oder  zwey  Hrauwelse  Biers  zubrawen  aufferlegen,  nach
die  Personen  qualificiret  sein.
5*  So  hatt  man  sich  auch  vereinigett,  das  die  Gästerey,  so  offt
^*^selbe  kan  gehalten  werden,  so  woll  fur  dieszmahll  als  inn
^önfiftigen,  des  Dingstages  fur  dem  Vastelabendt  inn  der  Braut-Jammer
  solle  geschehen,  und  seint  fur  dieszmahll  welche  die
/Gsterey  auszrichten,  unsere  Gerdesmännere,  Andreas  Dassel*  und
^^¡nholt  Beyer»,  welche  die  Geste  selbst  des  vorigen  Tages
müssen  und  die  Unkosten  ertragen,  welche  darauff  gehen,
^^sserhalb  des  Biers.  Man  soll  auch  iczo  so  woll  m  kunfftigen
nicht  mehr  als  drey  (Berichte  oder  Essen  aufftragen  lassen;
^^raten  inn  Vässer  sollen  kleiner  gehawen  werden,  damit  es
Erbarkeit  gemesz  und  nicht  zum  Uberflusz  gereichen  müge
P  Verwilligung  der  Straffe,  welche  je  und  alle  Wege  bei  Elterund
  Eltisten  stehet,  wen  inn  diesem  ein  Übertritt  geschieht,
soll  auch  keine  Botter  oder  Käse  auffgetragen  werden.]
,  Nach  dem  Essen  thut  der  H.  Alterman  die  Dancksagung
2^^''  *ier  Kltisten  einer,  der  ann  des  H.  Altermans  Stelle  ist;  es
^sz  aber  allewege  das  Handtwasschen  furher  gehen.
7-  Man  get,raucht  auch  kein  Scheihenltrott,  sondern  lellore.
Nach  der  Dancksagung  traget  man  auff  Eisern  Kuchen,  gell,
"eisse,  sonst  keine  andere  noch  einiges  Cieback  mehr,  son  ern

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j  "’an  sie  haben  kan,  Epffell,  Hirn  und  Nüsse;  dieselbe  seint  nach
den  Gerdesleutten,  welche  die  Gästerey  ausznehten  werden,
'ket.
S»-  So  werden  gebeten  die  sembtliche  Hernn  des  Kahts  und
H.  Secretarius;  ausr  dem  ehrwürdigen  Ministerio  (he  beulen
!  t  .63s.  Vcrsl.  Monu,,,.  I.lvon.  an,i„.,  Bd.  4,  S.  cfCXXVB  O  v  ..assC,  Die
Dassel  in  Riga,  Deutscher  Herold,  V
^  *(>38.  Vcrgl.  Monuni.  Livon.  antiíj-i  "t’
            
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