Full text: Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

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Deutsche und Undeutsche Krämer. 
uns ZU urtheill und recht erschienen unnd den zwist unnd han^G 
zu unser billiger unnd gleichmesziger erorterung gestehet haben, 
da wir dan nach reififlichem erwegen aller producirten acten, clage^ 
antwortts, eingelegten schragens gefurtten zeugnuszen unnd 
der sachen den siebenzehenden nionatz decembris negst verlaufene^ 
acht und sechstzigsten jars zu rechte erkant unnd abgesprochen^ 
■ unnd damit beide parte bei wollvart, brott unnd narung erhaUe ^ 
unnd die gleicheit getroffen werden mochte, nachvolgende bilhgke^^ 
hierinne verordnett, auch ferner durch die erbarn unnd wollweis«^ 
Herrn Jost Lhomann ‘ unnd hcrrn Matthias Wellingk«, der zeit uns 
statt kemmere, verordnen und beschaffen laszen, in maszen wir (■ ' 
auch hiermit solches alles in krafft unnd macht dieses bestettig- 
confirmiret unnd nun unnd hinfürter zu allen Zeiten also unv 
brüchlich gehalten haben wollen. 
1) Erstlich was den gurtelen betrifft, sollen den 
kramern frei sein nicht allein die gurtel, so sie selbst mac ^^ 
sondern auch alle die, so die Unteu|t ¡sehen tragenn unnd ib 
dienen mugen, wie es dan auch im gleichen mit den bretzen un 
bendekens geholten werden soll. ^¡g. 
2) So viel aber den ringen belangend, sollen ihnen auch 
Meylanschen frei sein. 
3) Des sollenn ihnen auch frei sein allerlei seiden, so die 
teu|t ¡sehen auff den harften gebrauchenn. j¡g 
4) Den höden belangend, sollen ihnen allein frei 
jhenigen, so die Unteu¡t¡sehen tragen, unnd das doszynn vor neU 
mark (?) kan eingekaufft werden. 
5) Die schäffscheren sollen bei den Teu¡t ¡sehen kramern bie 
6) Imgleichen die verziente ketten, so wol camblot unnc 
bannt. . , llfl' 
7) Darjhegen dan hinwieder die seiden crutze bei cici 
teu¡t¡sehen kramern bleiben sollen. jie 
8) Von schlossern sollen allein die Keusischen krainere 
Reusischen knikschloszere auszülegen unnd zu verkauften 
haben, die andern sollen bei den Teu¡t ¡sehen bleiben. ¡g 
9) Von senckelen sollen allein den Unteu¡t ¡sehen husche 
zu verkauffen nachgegeben sein, item bauwren natelen, so sie s 
machen. 
1 Böthführ, Die Kigische Rathslinie, Nr. 484. 
2 Ibid. Nr. 49Í).
	        
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