Leineweber.
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70. Leineweber.
Schrägen vom 25. oder 26. Februar 1544- ^
Bibliothek d. d^eseUsch. f. (iesch. u. Alterth. in Riga, Pergamentheft
Doppelblättern, 25 cm. hoch, 20 cm. breit; beschrieben sind die ersten
Das Verzeichniss der Mitglieder auf S. g ist von spaterer Hand.
Im namen der billigen und untbordeleden drefoldicheit, aine"^
Kundt und witlick sie allermenichlick, nachdem wy nieis
unnd gesellen des lynweferampts alliier bynnen Kige van ey"
erbarn rade beth ankere mit eynem gewönlicken schrägen vers
gewesen, nu averst dieser tydt gelegenheit nach vele und menge
veranderinge darin gekamen, also dat alles nicht kan edder ■ ^
glicks thovorn geholden werden, darmede averst dennoch gesti
unser ampt nicht gantz und gar verachtet unnd thom btste"
verderbenn und underkamen, sondern henforder, wo bet hier
guder ordeninge erholdenn werden rauchte, hebben wy sampt
und sonderlicken im jare nach Christi geborth duscnt viffhunder
veer und veertich im vastelavende (25. od. 26. 1-ebr.) de ersanie ^
wysen hern Patroclus Klocken' und hern Johan Spengkhusen
von eynem erbarn rade verordente und gesettede ampthern .
etlicken malen bitlich angefallen und endthck ock erlangt u
holden, dat se mit consente, willen und volborde eins
ock unser eygen belevinge und bewilligunge uns und |,e-
thom besten jegenwerdigen schrägen vernigert, verbetert u
stediget in mathen wo folget: ^
1) Erstlich welch man unse ampt gewynnen will, jdt
edder Undudsch, sal echte und recht gebaren, item eins
herkommens, handeis und wandeis synn; item sal de
van einem erbarn rade erstlich wynnen und erholden utK
in unserm ampte mit willen nachdoen, als ein ander r ^
vorgedan hefft.
2) Item idt sollen unser in unserm ampte nah d^^s
im tale nicht mehr meisters van Dudschenn und Unduc
deertich sien. ^
3) Item idt sali niemands tho unsem ampte vor eyneni .¡gu
gestedet werden, he hebbe denne alhier drie jare vor
up unsem ampte by meistern gearbeidet, und sal als
ampt tho drien tiden doch in eynem jare, wo gewonlic
und begeren. Wenner so das gescheen, sal men ebnen
1 Vergl. S. 233 u. 257, Anin. 2.
2 Böthführ, Die Rigische Rathslinie, Nr. 401.