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Schmiedegesellen.
27) [De kumpenye, de is des eynes worden myt unzen heren
van deme raede, de by uns pleghen to zitten, wellik man i mark-
punt wasses brecket yn unzer kumpenye, de schal dat betalen
vor eyn schillink.]^
28) *[Item welk coppersmet sines sñlves werden wil, de schal
smede 3 gude ketelle, dede unstraflyk syn.
29) Item welk swertvcgher sines zûlves werden wil, de schal
bereden 3 swi^rde, de unstreflik syn unde syn eghen syn.
30) Item welk platensleger sines zfilves werden wil, de schal
maken ene gude platen unde 1 par beenwapen unde i par wap^o
hanschen, desse dre schole unstraflik sin.
31) Item welk man ene knecht holdet by der wêken, de scha
beteren ene tunne beres der kumpenye, wo vake dat he dat doch
also vake schal he dat beteren. |
89. Schmiedegesellen.
Schrägen vom 1. Novbr. 1399.
Dath schrägen unnd olde renthebock,Si.ü—W. Vergl. Eiiil. S. 22g. A hg.
Livon. antiq.. Bd. 4, S. CCCXIX-CCCXXI ; Liv-, Est- und Curlând. Urkb., B '
Nr. 1495.
Der Smede schrägen.®
In (iodes namen, amen. In den jaren na der gebort des sub
Jesu Cristi, unses heren, dusent drehundert negenundnegentich ^1
de hochtiid alle Godes hilgen (i. November) so hebbe wy ^
knechte to Rige gemaket ene broderschop unde cumpanye
vulbort unde w y lien unser erbaren heren in deme rade tho
an de ere des hilgen cruces unde an sunte Doyen ere to t*”
unde to hulpe den zelen dergenen, de ute unser cumpany^ k
starven zin edder noch sterven zolen.
he”
1 Der vorstehende Artikel ist von einer anderen Hand als der erste;
also hier die zweite Hand unter den Zusätzen.
2 Hier beginnt die dritte Hand. . ^ ¡,u!>
3 Die Überschrift ist von einer anderen Hand als der Text und .schein
einer viel späteren Zeit zu stammen ; im Übrigen ist ja auch die Benennui^ .gt
folgenden Schragens keine ganz richtige ; der Schrägen der Schmiedege.se
nicht von demselben Schreiber, der die vorhergehenden Schrägen im A’cw
copirt hat, geschrieben.