Full text: Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

Schnitzer. 
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tho geven und hebben derhalven den ersamen und vorsichtig^ 
Herren Patroclus Klocken» und her Johann thom Berge^ unsen ge e 
veden radesfründen nuh thor tydt verordneten amptherren, upge 
lecht und befohlen de vorberorde schräge settlnge und 
nach aller notturfift tho besichtigen, unde so idt van noden, 
corrigiren und nah unser statt gelegenheit tho stellen 
darnach desülvige ock tho besichtigen averantwerden solden, c e 
sie denne mit ernstem flytte alse nahgekommen, sick fiarme 
bekümmert unde de gemelte schräge und ordening inmaten, 
hierunder geschreven, schriftlich gestalt und uns desülvige m rat^^^ 
versambling averlevert, welcke wy nah verlesing up keinen 
reden befunden und derhalven up der gemelten schniddeker 
feldich und flitich bidden unnd ansöken desülvige dergestaltt 
krafft unses ordentlicken ge waits approbiret, confirmert nun 
stetiget hebben, approberen confirmiren unnd bestedigen ock 
vige hiemit wirklich unnd wesentlich, also dat de gesump^^ 
schniddeker und alle ehre nahkömlinge sich der henfurder m 
ampte gebrucken und allenthalven darnach richten und ho ( ^ 
scholen und mögen, doch vorbeheltlich, wesz uns alse der ^ 
licken overichkeitt und dem rechten tho richten gehöret, ock dat 
in düsser schrägen gelicks, wo in allen andern de overste han^^ 
macht und gewalt, willen hebben, desülvige nah gelegenheit 
verendern und darin tho doen und tho lathen. Geschehen am a 
dage des mantes Augusti (2. August) im Jahre nach Christi ^ 
even Herren gebordt dusendt v y if hundert und einundvertigste • 
Hiernach volget nu de vorgerörde schräge der schniddek 
und wo sick de in erem ampte schicken und holden sollen. ^ 
i) ji u. 2]^ Thom ersten so sali ein jeder, so dat schnidde 
ampt begeren isz, ein Jahr thovorn alhier damp denen, 
men syn arbeidt, und wat mannes he sye, erkenne möge, " 
sowol von ehn isz alsz vor dat ampte, darnach sali he dat ||| 
eschen tho dren rechten tyden up s. Lucassteven de erste esc 
des sali he fort in dersülvigen ersten eschinge sine geborts- 
denstbreffe thögen und wysen. 
1 Vergl. S. 237, Anm. 2. 
2 Böthführ, Die Rigische Rathlinie, Nr. 445. Vergl. S. 284, Einl. ¿e( 
3 Bis hierzu stimmt fast alles wörtlich mit der Einleitung zum Schrai, 
Glaser v. J. 1541 überein. 
4 Die zwischen Klammern stehenden Zahlen bezeichnen die Artike 
der Schnitzer v. 1536 (B). Artikel 3 fehlt hier.
	        
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