Full text : Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

624

Schwarzhäupter.

114.  Schwarzhäupter.

Schrägen  vom  4.  März  1531.

Plättern.

Stadt-Arch.  in  Riga.  Pergamentheft,  24  cm.  hoch,  17  cm.  breit,  aus
von  denen  das  erste  unbeschrieben  ist.  Mit  rother  Farbe  sind  die  a*  *  jterer
einige  andere  Buchstaben  verziert.  Die  Numeration  der  Artikel  stammt
Zeit.  Auf  der  inneren  Seite  des  ersten  Blattes:  „Anno  Christ.  i477“>  ^  gend^"
Seite  des  Rückdeckels:  „Anno  1477“.  Auf  dem  den  Vorderdeckel  übe
Theile  des  Rückdeckels:  Schrägen  und  Ordnung  der  swarlzen
//.  i7na“.  Als  Deckel  diente  ein  Stück  einer  in  Avignon  erlassenen  p  1^_^
Bulle.  Vergl.  Mitth.  a.  d.  Geb.  d.livlând.  Gesch.  Bd.  7,  S.  430-43^-Deckel
  bildende,  mit  oben  angeführten  Bemerkungen  versehene  Urkunde  ist  ne  ^
entfernt  worden.  Der  Schrägen  v.  J.  1531  wiederholt  zum  Theile  den  für
J.  1477,  weshalb  man  ihn,  wie  oben  angegebene  Dorsalinscriptionen  an(
den  Schrägen  v.  J.  1477  gehalten  hat.  In  dem  Schrägen  v.  J.  i53*  [,e-Artikel
  des  Schragens  v.  J.  1477:  28  u.  31;  34  -38;  44-48  u.  52.  geforziehen
  sich  hauptsächlich  auf  den  katholischen  Cultus  und  mussten  nach  ^ggsi¿^
mation  in  Wegfall  kommen.  Nur  der  letzte  Artikel  Nr.  43,  eine  schrage^^^^^^^p
Bestimmung  des  Raths  vom  4.  März  1331,  bringt  Neues  und  nennt  den  ^
schîiUenschragen.  Abg.  in  d.  Mitth.  a.  d.  Geb.  d.  livländ.  Gesch.
u.  432.  Vergl.  A.  Poelchau,  Sitzungsb.  d.  Gesellsch.  f.  Gesch.  u.  Altert
1875.  S.  32  u.  33.
43)  Tho  wethen,  clath  vor  uns,  als  eynem  erbarcn  .¿n
Stadt  Riga,  de  oldemanne  unnd  oldesten  des  groten  giR
unnd  der  swarten  hovede  der  brock  halven,  szo  inn  denn
drunckenn  up  deine  nigen  husze  edder  have  plegen
twistich  ersehenen  szin;  dy  wy  der  halven  durch  unser  .^||e
erkenntenusz  alszo  vorgeliket  unnd  vordragen  hebben,  ‘  ^
broke,  zo  inn  den  sulvigen  druncken  up  deine  gerorden
lallen,  sollen  van  beydenn  upgherorden  jiarten  upgei^^^^^
ent  fangen  werden,  unnd  de  sulvigen  broken  tho  sainpt  (l:d
szo  in  der  schafferyen  dessulvighen  haves  voroverigeth  ''
doch  nicht  vorsatlich  gheschen  sal,  sal  an  ghesmide  g^  ^
inn  eyn  sunderlick  schap,  dar  to  de  schultenolderinan
unde  swarten  hovede  den  anderen  slotel  hebben  soHt^RR’  in
parten  und  eyner  Stadt  Rigen  ere  und  besten  vorwAf^^^^
denn  sulvighen  druncken  gebruket  werden.  Hos
hebben  wi  idt  sulvige  in  dessen  jegenwerdigen  schütten^
vorteken  und  vorwaren  laten.  Actum  sonnavendes  vor  reiR)
(4.  März)  anno  etc.  31.
            
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