Full text : Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

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Schwarzhäupter.

diszen

zu  hören;  alhie  sthen  die  erlichen  schencken,  die  die  van
dach  geschencket  haben,  die  begeren  andere  in  ihre  stede  zu  kie
die  dazu  gekaren  werden,  dhonn  ihnen  willichlechen  nach,  alse
furgethan  haben;  dar  kiesen  wie  zu  i.  2.  3.  4.“  So  sprechen
die  schencken  abe,  und  der  elterman  gehet  wider  seitzenn.  0^

Art.  15)

21)  Der  dritte  abspruche.  Umb  klocke  haibewege  zehen

steht
der  elterman  wider  auf,  lest  die  klocke  leuten  und  saght:
biete  zu  hören;  esz  ist  zeitt  zu  guter  nacht  zu  ghen;  körnet  nio
widerumb;  mahn  soll  euch  beszer  handelenn.“  Alse  den
elterman  mit  seinenn  eisten  auf  und  geht  ihn  der  van  der  gf
gildestuben  elstenbencke  sitzenn.  (Vergl.  Art.  16).
Den  middeiüochen  auf  den  abendi  hat  der  elterman  vihr  abspri^^
ivahîi  ehj  erbahr  rath  ist  abgegangen.
22)  Der  erste  darnach  geht  der  elterman  mit  seinen
die  bencke  sitzen,  furweilet  aida  ein  weinich,  stehet  darnac^^^^^^
lest  die  klocke  leutenn  und  saght:  „Der  einen  gast  heth,  gj^r
ihnen  guten  hager;  damit  seith  alle  guden  hagenn.“  So  g^
wider  sitzenn,  (Vergl.  Art,  n).
23)  Die  ander  abspruche.  Halde  darnach  stehet  der
wider  auf,  lest  die  klocke  leutenn  und  saght:  „Ich  gebiete  zti
da  seitzen  die  ehrlichen  rechensleutte,  die  das  gelt  undt  gudt
haben,  wasz  furzehret  ist  unnd  noch  soll  furzehret  werden,  ^ilidem ­
  mahn  zu  geben  so  viele  schilling;  damit  v\es"
guten  hagen.“
24)  Die  dritte  abspruche.  Halde  darnach  steht  der  c  t
wider  auf,  lest  die  klocke  leutenn  und  saght  :  „Ich  gebiete  ^g,
alhie  sthen  die  erlichen  schencken,  die  die  van  disen
schencket  haben,  die  begeren  andere  ihn  ihrer  sthede  zü
Die  sie  dazu  kiesen  werden,  die  dhon  ihnen  willichleiehe
als  sie  furgethan  haben.  Dar  kiese  wir  zu  1.2.  3.  4*
sie  die  schencken  abe,  und  der  eltermahn  geht  wi<^^*^
(Vergl.  Art.  15).
25)  Die  vihrte  abspruche.  Halte  darnach  sthet  der  eltermj^*^^,  6$
auf,  lest  die  klocke  leuten  und  saght  :  „Ich  gebiete  zu  ho^
isz  zeitt  zu  guter  nacht  zu  ghen;  körnet  morgen  wiilc**^*^
soll  euch  beszer  handelen.“  Als  dan  stehet  der  elterman  tti
eldesten  auf  und  gehet  in  der  von  der  gildestuben  eisten
sitzenn.  (Vergl.  Art-.  16).
            
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