Full text : Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

Schwarzhäupter.

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Wan  solches  geschehen,  heisset  der  elterman  durch  den  knecht
beiden  vastellavendtsschafifere  kommen  und  einbringen,  was  für
^  Suete  gesellen  die  gemeinen  brueder  haben  gekoren.
3)  Darnach  stehet  der  elterman  au  ff,  heisset  dem  knechte  die
^^ocke  leuten  und  spricht  uberlaut  seine  ander  abspruch  uberlaut
Hlso:
«Ich  gebiete  zu  hörende  Wir  haben  zwo  gute  gesellen  zu
*^^en  zu  fastellavendtsschaifers,  so  ihr  amptt  fleissig  und  woll
'"^’■stan;  da  kiesen  wir  zu  N.  N.  N.  N.“  Hie  gebürt  nun  dem  elterdenselbigen,
  so  der  erste  pfenningesschaffer  gewesen,  erst
"^^zuruffen.
Wan  disz  geschehen,  setzet  sich  der  elterman  in  seine  vorige
Und  bencke  und  bespricht  sich  mit  seinen  mittelterleuten  und
^'^esten  umb  fullenkamene  vastellavendtsdruncke  zu  halten  und
^^sett  durch  den  knecht  die  vastellavendtsschaffer  forderen,  den
^^'^einen  bruederen  sodanes  mit  vorzugeben  ofte  man  vastellabendt
^  halten  geneigtt  ist;  wirdt  sodanes  abgestimmet,  so  hatt  man
pillen  Schreiber  nötig,  sonst  wirdt  itz  auch  ein  Schreiber  gekoren,
.  eines  jhars  einen  Rigeschen,  das  ander  einen  auszlender.  So
aber  das  sie  wollen,  das  der  Schreiber  ausserhalb  des  öifentfastellabendts
  nur  ein  gastebodt  auff  der  compaignie  thun
"^elches  er  selbsz  alleine  thun  musz,  so  kan  man  einen  kiesen,
holtt  die  Ordnung  und  absendung,  gleich  wie  zuvor  mit  den
^^Hlabendtsschaffers  geschehen  ist.
Wan  solches  geschehen,  settzet  sich  der  elterman  wider  in
Pfeile  und  bencke,  und  wan  er  ein  wenig  gesessen,  stehet
^  'Vieler  auff  auff  den  platz  bey  der  bencke,  heisset  den  knecht
^^lopffen  und  thut  also  seine  dritte  abspruch  also.

.  »Dunstigen  herren  elterleute  unnd  ehesten  sowoll  ihr  brueder
«chwartzen  heupter,  samptlich  alle!  Weiln  nun  auch  meine  zeitt
/  Hternianschafft  nun  fast  vorbey  ist,  und  wir  dem  gebrauch  nach
andern  in  meine  stelle  zu  kiesen  benötigtt  seindt,  so  wollet
/  "-^^ammentretten  und  einen  ausz  unserm  mitteil,  so  noch  kein
i  ^*^an  gewesen,  loszgeben,  disz  jhar  einen  auszlender,  der  a
zu  ist  und  dasselbe  nachthuen,  was/  ich  vorgethan  habe.
L  4)  Darnach  setzet  sich  der  elterman  und  lasset  durch  den
.  die  vastellabendtsschaffer  forderen  und  spricht:  „vSie  ha  en
was  abgeredt  ist,  sodanes  den  gemeine»  brueder»  anzu-41


            
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