Full text: Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

Semischgerber. 651 
4) Item SO einer die zusammenkunfft des ampt ausserhalb der 
'l^artall begert, der soil eine marck Rigisch in die lade geben. 
5) Wan der elterman ein verbott thuen lest, unnd jemandts 
meistern oder gesellen zu spete kerne, soll geben i ferding; 
aber gentzlichen aussenbliebe, soll geben Vg mrc., es sey dan, 
er erhebliche Ursachen dem olderman anzeige unnd darthue; 
das ampt zusammende ist, so soll einer dem andern nicht 
^^Gnthch oder unbescheidentlich in sein wordt fallen, nicht lugen- 
^^^ßen noch mit unbilligen Wörtern bejegnen bey peen sechs marck. 
Es soll auch kein meister dem andern sein gesinde abspennig 
^^hen bey peen 6 marck. 
7) Item so alhier jemandt, welch im ampte ist, einen andern, 
handtwercke oder ampte nicht were, wolte stercken unnd 
pflichten und zum arbeide befurderen ohne des ampts consent 
fülbordtt, der soll verbrochen haben drey marck. 
^ So alhier eines meisters sohne sich befreyen wolte, dieselbe 
^ befreyen, das er die gildestube muege besitzen unnd soll 
amptkoste, wie hernach gemeldet wirt, verschonet unnd 
in die amptlade 18 mrc. zu geben schuldigk sein. 
Soll es auch also unnd gleicher gestalt mit der meister 
wenn sie zu bestatten, gehalden werdenn. 
widtfrauwemi. 
^ So eine widtwe sich widerumb in unsere amptt befrejenn 
So soll es gleich, wie bevor mit denn meisterssohnen unnd 
^ren vermeldet, gehalten werdenn. 
*0 Wan ein meister stirbet unnd einen jungen in der lehre 
ha ' soll bey der widtfrawen bleiben, soferne sie bey dem 
a.'^.^^'^ercke bleibt, sonsten magk er bey einem andern meister 
^ ^''nen. 
, So eine widtfraw in unserm ampte were, de einen gesellen 
% kette, unnd ein meister zwey oder drey gesellen kette, 
foi (1er einen begerete, so soll ikr der meister den gesellen 
ohne inrede, unnd die widtfraw soll alle quartall 
^‘ch einem fr.* dem ampte in die lade gebenn, wie es sich 
und gebhuret, auff das ihre werckstette nicht verhindert 
^■688 " Vorlage 1st das Werthzeichen undeutlich; im Schragenb. Nr. 499, 
®(®ht: Ferding.
	        
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