Full text: Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

Anhang. 
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der kleinen Gilde, dessen Retardir- und Zurückhaltung aber ft 
nemblich in 2 Hauptstücken, da das erste van des Herrn Nahmens 
und deszen Feyertages Entheiligung, die anstat des Segens de 
Fluch hinter sich ziehen, das andere aber von einigen politischen 
Schragensbeschwerden, Beschrenck- und Beängstigung, herruhren, 
bestehet, alsz verordnet e. e. Raht krafift tragenden obrigkeitlichen 
Ambts hiemit ernstlich, dasz küniftig, (was den ersten Punct betri t) 
1) so wenig bey Annehniung der Jungen alsz auch dero Trans 
ferirung zu Gesellen die anzügliche gotteslästerliche Formu 
laren, alsz in nomine Domini, amen, item ich taufte dich J 
Nahmen etc., wodurch Gottes Nähme entheiliget, gäntz ic 
ausgelaszen und auch 
2) dasz keine Ambtszusammenkünftten, wie dieselbe imme 
Nahmen haben mögen, nicht unter Gesellen noch Meiste 
es sei auch unter was Schein und Brätext sie wolle, 
an des Herrn hohen Feyen und Sontage* sondern an 
genden Montage gehalten werden. 
Was nun das ander Stück der politischen Ursach betri 
dass zum ^j^j. 
i) in den Handwercken und Zünftten die Besckrenckung 
Ambtsmeistern uf eine gewisse Anzahl und Verbindung 
selben an gewissen Nationen nicht mehr geduldet 
können, inmaaszen ... in specie die Lehrjungen, hinftro a 
allen Nationen (der Welt) ', wan sie nur christlichen (jlau 
und Nahmens sind auch sonsten echt und recht und '^i 
leibeigen gebohren, angenommen werden mögen; weszW^g ^ 
dan auch besonders der lief ländischen und undeutschen 
jungen, wan sie kurtz vorher gemeldeter Maszen unbesc 
gezeiget kraftt dieses zu aller Ambtsfähigkeit erkläret wc 
(und Einschreibung über den 1 Rthal. Gottespfenning 
Ambte, in welchem er eingeschrieben wird, mehr d»» 
Höchsten noch i Rthal. spendiren mögen. Solcher 
Schreibung auch der Meister Scihne sich nicht entb 
können. Solte aber die Einschreibung in einem und 
Ambte sonsten geringer kosten alsz obgedachter, so 
1 Die Klammer fand sich im Original vor ¿¡/li' 
^ Am Rande von einer anderem Hand: su mit dessen hochstve/li^ ^ $0'^' 
heiligung. Von einer 3. Hand: Nach der Vesperpredigt könte ^ ^ 
sintemahl sie doch su Bier gehn und ehrliche Zusammcnkünffte in Go 
a/sdan nicht verboten.
	        
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