Full text: Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

Anhang. 
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dirigiren und dieser reformirten Ordnungk gehorsamlich nachleben, 
mögen 8 Tage nach hastnacht (in maszen in der Fastnachtwoche 
alle Ambter und Zunfften dem Alten nach entweder neue Elterleute 
und Heysitzer erwehle oder die alten beybehalten werden sollen) 
zur Confirmation e. ehrb. Amtgerichts von dem vorigen Elterman 
und desen Beysitzern vorgestellet werden und druff die Confir- 
mirten vermöge der uhralten Verfaszungen der ersten Schrägen 
hiesiger Stadt einen besondern Ambts- und Gehorsambseydt woll 
gemeldeten Ambtsgericht abzulegen gehalten sein sollen, wodurch 
5) die unruhigen von den frommen abgesondert und dann 
diese allein bestätiget werden, viel Unheils und Wiederwertigkeit 
abgewandt und verhüthet werden kann. Vornen mundtlich bey Ver- 
lesungk diesesz ein Mehresz. 
Capui ultimum. 
Die itz vorhandne Freymeistere können folgender Gestalt re- 
duciret und deschräncket werden : 
1) Diejenige Freymeistere, die ihrer Geburths, Lehr und Heuraths 
halber nicht ambtsunfähigk sein, sollen, weiln sie diese Ver- 
ordnungk nach nunmehro wollfeihl dazu gelangen können, 
sich in die Ambter einkauffen und die Burgerschafft gewinnen, 
sie sein Conestable oder sonst ander begünstigte Frey meistere. 
2) Andere aber, die ausz vorerwehnten Ursachen nicht ambts- 
fähigk, müszen entweder gantz abgeschaffet oder alsz Bey- 
wohnere bey unsz geduldet werden, sollen aber restringiret 
und keine mehrerre h rey heit dann mitt ihrer eigen Händen 
Wercke sich zu nähren ins Künfftigk haben, sie sein Cone- 
stabele oder andre Freymeistere. 
Inmaszen solche Leute dennoch gantz und gar nicht von Städten 
^bzuweisen sein, undt ist demnach dieser Unterscheidt zwischen 
^mbtsfähige Zunfftmeistere und Bürgere, dasz dieselben Inhalt 
Ambtsfreyheiten Gesellen zetzen und Jungen ausleren mögen, 
^nd andre ambtsunfähigen Beywohnere, die sich blosz von ihrer 
^•gen Händen Arbeit so kümmerlich sich und die ihrigen unter 
halten mögen etc. 
Die Meisterstücke an solchen Stücken, die begührigk be 
gehret werden. 
Partis primae finis.
	        
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