§ 55. Arbeit.
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Diese verstärkt infolge Anwachsens der Bedürfnisse und ver-
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die Arbeit als sclavisch und plagend, Nichtsthun alv gemi gleich.^ ^
hochknltivirte dagegen freiwillig sich auferlegtes faules
als schmachvoll.
Mt letzterer hebt sich zugleich die ben Völkern eigene
Arbeitskraft, auf deren vollere Bethätigung schon die
erhöhte Ausbildung jenes Triebes mittelbar wieder günstig
zurückwirkt, aus folgenden Gründen.
Stärkere Ausbildung des Arbeitstriebes kann höchstens aus
nahmsweise die Arbeitskraft etlva burnt beeinträchtigen, wenn
übertriebenes Ueberhandnehmen der Neigung zum Arbeiten ein
Ueberarbeiten herbeiführt, durch dessen Rückwirkungen auf den
menschlichen Organismus anderweite Bedingungen für die Er
haltung der Arbeitsfähigkeit, z. B. Gesundheit, geistige Frische re.,
abgemindert werden.
Tie Arbeitsfähigkeit der einzelnen Bevölkernngsglieder
wird bedeutender, weil sich die physische Beschaffenheit,
geistige Befähigung mtb sittliche Bildung der Menschete doch
allmählich verbessert, und die ittdividnellen Anlagen derselben
sich späterhin unbehinderter zu bethätigen vermögen.
Die physische Beschaffenheit, je nach tvelcher die Menschen
ungleich tauglich zum Arbeiten siitd, wird int Allgemetneu
günstiger bei verbesserter Lebensart, mit Aufkommen gesnnderer
Wohnttngen, angemessenerer Erntthrnng und sorgfältigerer.Körper
pflege. Es vermindert sich alsdann die Anzahl der Ärankentage
und verlängert sich die Zeitdauer des arbeitskräftigen Lebens
alters, indem Bollkräftlgwcrdeu früher und Unfähigwerden zur
Arbeit später eintritt. Eine gegentheilige Verschlechternng der
letzterwähnten Verhältnisse erfolgt bei hochentwickelter Kultur
mehr nur nebenbei in den Fällen, in denen der von den mensch -
lichett Organen gemachte Gebrauch ein gcn zu einseitiger und
aufreibender, die Lebensweise eine ungedeihliche gewordeit ist,
oder die Art' des Anfenthaltsratimes und der Arbeit selbst schäd
lich einwirkt.