Full text : Die Volkswirthschaftslehre

no

Buch  2.  Kap.  1,  Prodnctionsmittel.

bemessen,  sondern  vielniehr  nur  vergleichsweise  nach  den  damit
erzielten  Erfolgen  beurtheilen.
Sogar  für  die  rein  körperliche  Arbeitskraftigkeit  ist  z.  B.  das
Verhältniß,  in  welchem  die  Anzahl  der  für  den  Militärdienst
Tauglichen  zur  Gesammtheit  der  Gestellungspflichtigeil  steht,  nicht
bezeichnend  genug.  Volle  Feldtiichtigkeit  kann  Vielen  abgehen,
deren  körperliche  Kräfte  trotzdeul  zu  vielerlei  anderen  Anstrengungen
sehr  wohl  ausreichen.  Einen  guten  Anhalt  zur  Größenbeurtheilnng
der  nationalen  Arbeitskraft  würde  dagegen  die  Beträchtlichkeit
der  Production  im  Verhältniß  zu  derjenigen  der  arbeitsfähigen
Bevölkerung  abgeben.  Um  letzteres  Verhältniß  richtig  zu  deuten,
müßte  jedoch  bei  ben  in  dieser  Hinsicht  mit  einander  zu  vergleichenden ­
  Nationen  noch  die  etwa  ungleiche  Günstigkeit  der
gegebenen  Naturbeschaffenheit  und  des  vorhandenen  Kapitalreichthumes
  mitberücksichtigt  werden.
saw.
Wirksamer  endlich  wird  die  Arbeit  durch  Alles,  wodurch
sich  irgendwie  die  Menge  oder  Güte  der  seitens  einer  Arbeitskraft ­
  zil  beschaffenden  Arbeitsleistung  erhöht,  ohne  diese  selbst
zu  verntiihsamen,  insbesondere  also  auch  durch  Arbeitst
  Heilung,  deren  ergänzende  Seite  die  Arbeitsvereinigung
ist.  Erstere  besteht  in  Trennung  der  Arbeiten  je  nach  ihrer
Verschiedenheit  behufs  Beschränkung  jedes  Mitarbeitenden  auf
möglichst  gleichartige  Arbeitsverrichtungeil,  letztere  dagegen
in  dem  znsammeinvirkenden  'Arbeiten  Mehrerer  behufs  geli, ­
  eilischaftticher  Lösung  einer  verschiedenerlei  Arbeitsvorgänge
erfordernden  Arbeitsaufgabe.
Arbeitstyeilnng,  welche  von  der  lveiter  unten  zu  erwähnenden
Prodnctionsthcilnng  zweckmäßiger  gänzlich  zu  unterscheiden  ist,
setzt  voraus,  daß  Mehrere  nicht  blos  mit-  und  nebeneinander,
sondern  zusammenlvirkend  sich  in  die  Hände  arbeiten,  und  wäre
deshalb  ohne  Arbeitsvereiiligung  unmöglich.  Wo  jedoch  überhaupt
ein  solches  sich  gegenseitig  ergänzendes  Zusammenarbeiten  stattfindet,
pflegt  Arbeitstheilnng  gleichsam  von  selbst  und  zwar  um  so  eher
einzutreten,  je  verschiedener  die  zur  Bewältigung  einer  Gesamml
arbeit  erforderlichen  Verrichtungen,  rind  je  ungleicher  die  Kräfte,
            
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