Buch 2. Kap. 1. Produktionsmittel.
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ist dieselbe in allen Fallen, in denen ihrer durchgängigeren An
wendung Hindernisse entgegenstehen, entweder nur theilweise für
manche Zwecke oder zeitweise bei eitlzelncn Vorgängen durch
zuführen, insofern nicht auch bei diesen etwa Nebenumstünde,
z. B. Raumvcrhältnisse, verfügbare Arbeiterzahl n\, die Ein
Haltung eines demgemäß«?» Arbeitsverfahrens erschweren.
Die Vortheile aber, welche eine zweckmäßig gegliederte
Arbeitstheilung zu gelvähren vermag, ergeben sich aus de»
Wirtnugen, die zufolge ihrer Amvendung in der Regel eintreten.
Arbeitstheiluug nicht demnach zunächst durch Erleichte
rung der Erlangung von Arbeitskenntnis', und Arbeitsfertig
feit. Jede Arbeit läßt sich nin so eher gründlich erlernen
und auskennen, je »veniger vielseitig sie. selbst ist, tvährend
fortwährende Beschäftigung mit einer bestimmten Art von
Arbeit durch deren stete Uebung für diese besonders geschickt
macht.
Wer nicht so stetig die hierbei gebrauchten Muskeln, Sinne
und Geistesthätigkeiten zu üben Gelegenheit hat, z. B. nur selten
schreibt, bisweilen rechnet, ausnahmsweise einmal wissenschaftliche
Beobachtungen und Untersuchungen anstellt oder öffentlich redet,
1mm hierzu mindestens nicht ebenso eingeübt, arbeitskundig und
arbeitsfertig sein, als der berufsmäßige und sich überdies auf ein
enger begrenztes Arbeitsfeld beschränkende Schreiber, Rechner,
Forscher, Prediger re. Wer ferner z. B. eine ganze Uhr allein
anfertigen will, muß alle dabei vorkommenden Arbeiten gelernt
haben, erlangt aber kantn jemals rücksichtlich jeder einzelnen die
nämliche Meisterschaft, welche dem Arbeiter i» der Uhrenfabrik,
der ununterbrochen eine an sich viel leichter zu erlernende Ver
richtnng ausübt, hinsichtlich dieser eigen geworden zu sein pflegt.
Zugleich verhilft dieselbe zu vollständigerer Ausnutzung
der besoudereri Leistnugssühigkeit jeder Arbeitskraft, indem
Theilmtg der Arbeiten es möglicher macht, verschiedenartig
Leistungsfähige gleichmäßiger zu den ihrer persönlichen Be
fähignng entsprechendsten Verrichtungen zu belintzen.
Hierdurch tverden ungleiche Arbeitsfähigkeiten tvirthschaftlich
nutzbarer. Wer zu schwierigeren Arbeiten befähigt ist, nutzt
tvährend Vollbringung der von ihm etwa nebenher mit zu be