178 Buch 3. Circulation der Giiter.
Nachher, nach durch Verwirklichung von Handelsfreiheit,
Gewerbefreiheit.>c. erreichter Befreiung der Cvncurrenz, vermag
sich der Wetteifer um Erreichung gleicher Ziele auf wirthschaft-
lichcm Gebiete um so viel ausgedehnter zu bethätigen, während
die miteinander Wetteifernden fortdauernd ungleich concurrenz-
fähig bleiben. Es ist alsdann nach >vie vor und nur in ver
schärftem, fühlbarer werdendem Maße möglich, das; bisweilen die
natürliche Ueberlcgenheit durch Geschick und Glück Bevorzugter
übermächtig wird, Einzelne vorübergehend ein zwar nicht öffentlich
anerkanntes, aber thatsächlich sich geltend machendes Monopol
erlangen, welches die Ausbeutung Anderer gestattet, oder daß die
Selbstsucht gewissenloser Spekulanten das Bestehenkönnen Red
licherer gefährdet und durch Niederdrücknng wirthschaftlich
Schwächerer das genleine Wohl schädigt. Ebenso können durch
allerlei Nebenumstünde die guten Folgen entwickelterer Concurrenz
vereitelt werden. So würde zufolge dieser z. B. der für eine
vortheilhafte landwirthschaftliche Benutzung zu klein gewordene
ländliche Grundbesitz sich stets alsbald ivieder durch Aus- und
Zusammenkaufen zu größeren Bewirthschaftungsflächen zusammen
fügen, wenn nicht die eigenartige Lage des Schollensplitter be
sitzenden Ackerbauproletariats, welches die einzige ihm zugängliche
Erwerbsgelegenheit im Verfügbarhaben eines Bodenstückchens
findet, dies meist verhinderte. Derartige Fälle, in denen die
rechtlich bestehende Freiheit des Mitwerbens für Biele durch die
Nebermacht Weniger hinfällig wird, oder sich nicht nach allen
Seiten hin stark genug erweist, um noch allerwegen überwiegend
günstig zurückzuwirken, erwecken nun ivieder das Verlangen nach
staatlichem Eingreifen behufs Mäßigung des anscheinend zu heftig
gewordenen Wettkampfes und Verhütung von durch letzteren nicht
allein schon zil überwindenden Mißständen.
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Im internationalen Verkehr endlich tritt imbeschränktere
Concurrenz entsprechend später ein, weil der Güterunllauf
in der Weltwirthschaft und die Productionstheilung zwischen
verschiedenen Völkern eben ungleich langsamer znniinmt, als
innerhalb einer und derselben Volkswirthschaft.
Sie kann sich nur bei nicht durch allgemeine Unsicherheit,
Ein- oder Ausfuhrverbote und eigentliche Schutzzölle beengtem